Doch, haben alle Götter sich versammelt, Geschenke seiner Wiege darzubringen - die Grazien sind leider ausgeblieben, und wem die Gaben dieser Holden fehlen, der kann zwar viel besitzen, vieles geben, doch läßt sich nie an seinem Busen ruhn. (Tasso)
Sie ging mit Schritten, wovon jeder die Absicht zu haben schien. zu besiegen.
Eine gewisse feierliche Grazie bei gewöhnlichen Dingen, eine Art von leichtsinniger Zierlichkeit bei ernsthaften und wichtigen kleidet ihn wohl, weil er sehen läßt, daß er überall im Gleichgewicht steht.
Das Gefühl eigner Anmut macht anmutig.
Anmut ohne Schönheit ist ein Magnet, der heimlich, aber fest zieht, ein Glanz, der nicht blendet, aber wohltut, ein Zauber, der nicht überrascht, aber beseligt.
Schönheit ohne Anmut ist ein Angelhaken ohne Köder.
Reiz ist Schönheit in Bewegung.
Die Anmut ist ein Widerschein der Liebe auf dem Grunde der Reinheit.
Alles kann mißlingen, wir können's ertragen, vergeben nur nicht, was sich bestrebt, reizend und lieblich zu sein.
Daß Weisheit nach der Anmut strebt, hat man auf Erden oft erlebt. Doch daß die Anmut gern ihr Ohr der Weisheit leiht, kommt selten vor.
Schönheit ohne Anmut gleicht einer Rose ohne Duft.
Anmut machet schön das Weib.
Was ist an einer Frau das Vollkommene? Es ist die Anmut.
Anmut, die dem Geiste eigen, muß in Werk und Wort sich zeigen. Nicht von außen, nur von innen ist die Anmut zu gewinnen.
Das Schöne bleibt sich selber selig die Anmut macht unwiderstehlich. (Faust)
Anmut ist am Menschen wie das Brennen beim Feuer, das Leuchten bei der Kerze, das Funklen bei kostbaren Steinen, Gold und Silber.
Die menschliche Anmut ist eine Geschlossenheit des Wesens, deren Gesetze man nicht kennt: Eine geheime Sympathie aller Züge untereinander und jedes einzelnen Zuges mit dem Ganzen.