Man kann im Herzen Milde tragen und doch mit Kolben drunterschlagen.
Großherzigkeit ist der Klugheit keine Rechenschaft über ihre Motive schuldig.
Wenn die Großmut vollkommen sein soll, muß sie eine kleine Dosis Leichtsinn enthalten.
Wer dem Dieb durch die Finger sieht, stiehlt selber.
Des Königs Milde zeugt Verwegenheit. (Herzog)
Ihr seid nicht gnädig, zeigt sich immer Huld: Verzeihung ist nur Mutter neuer Schuld. (Escalus)
Wahrlich, ich mag sie nicht, die Barmherzigen, die selig sind in ihrem Mitleiden. Zu sehr gebricht es ihnen an Scham.
Die meiste Nachsicht übt der, der die wenigste braucht.
Kein Attribut, das Mächtige verherrlicht, nicht Königskrone, Schwert des Reichsverwesers, des Marschalls Stab, des Richters Amtsgewand, keins schmückt sie alle halb mit solchem Glanz, als Gnade tut. (Isabella)
Macht ohne Großmut und äußere Trauer ohne Schmerz, das sind Dinge, die ich nicht mit ansehen kann.
Gnade ist die Stütze der Gerechtigkeit.
Barmherzig sein fängt zu Hause an.
Das Tor der Barmherzigkeit ist schwer zu öffnen und schwer zu schließen.
Welchen Weg mußte nicht die Menschheit machen, bis sie dahin gelangte, auch gegen Schuldige gelind, gegen Verbrecher schonend, gegen Unmenschliche menschlich zu sein! Gewiß waren es Männer göttlicher Natur, die dies zuerst lehrten.
Selig sind die Barmherzigen denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.