Legen Sie ja, mein lieber Freund, keinen alten Fehler ab. Sie fallen entweder in einen neuen, oder man hält Ihre neue Tugend für einen Fehler.
Der Mensch, der es unternimmt, andere zu bessern, verschwendet seine Zeit, wenn er nicht bei sich selbst beginnt.
Eine schlechte Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen. Man muß sie die Treppe hinunterboxen, Stufe für Stufe.
Wer sich die tollen Hörner abgelaufen hat, behält doch meist die Stubben.
Besserung ist: Etwas sichtbar werden lassen von dem, was den guten Menschen gefällt. Nicht mehr!
Freund, wer ein Lump ist, bleibt ein Lump, zu Wagen, Pferd und Fuße, drum glaub an keinen Lumpen je, an keines Lumpen Buße!
Man sieht, es bessert doch nicht Elend, Reu noch Zeit. Einmal ein Lumpenhund, der bleibt's in Ewigkeit. (Der Wirt)
Schwer fällt es, einem Schwein etwas Schlechtes abzugewöhnen.
Das Glück heilt uns von mehr Fehlern, als die Vernunft es vermag.
Wer bessern will, macht oft das Gute schlimmer. (Albanien)
Besser kannst du wohl diesen oder jenen machen, wenn du dich in ihn schickst. Durch Vorwürfe wird er in jedem Falle schlechter.
Wenn das Herz das Gute freiwillig annehmen kann, so findet es sich immer eher, als wenn man es ihm aufdringen will.
ändern und Bessern ist zweierlei.
Wer den Flüssen wehren will, muß die Quellen verstopfen.
Du weißt, daß ich es nicht leiden kann, alte Leute sagen zu hören: Ich bin zu alt, um mich zu bessern. Ich würde es viel eher jungen verzeihen, wenn sie sagen würden: Ich bin zu jung.
Umändern kann sich niemand, bessern jeder.
Wer sich groß verfehlt, der hat auch große Quellen der Reinigung in sich.
Rein durch das Leben zu gehen ist unmöglich. Aber sich zu reinigen ist möglich und höchstes Ziel.