Schlechte Bursche zu entlarven, ist ein gutes, ein verdienstliches Werk. (La Roche)
Die Zeit entlarvt den Bösen.
Böses Gewerbe bringt bösen Lohn. (Wachtmeister)
Unkraut verdirbt nicht.
Der Teufel läßt keinen Schelmen sitzen. (Mohr)
Der Verbrecher von gestern ist der Held von heute. Der Held im Westen ist Verbrecher im Osten und umgekehrt.
Bosheit ist nichts als eine Gemütskrankheit.
Wenn du die Geschichte eines großen Verbrechers liest, so danke immer, ehe du ihn verdammst, dem gütigen Himmel, der dich mit deinem ehrlichen Gesicht nicht an den Anfang einer solche Reihe von Umständen gestellt hat.
,s wird keiner bös, der nicht, bevor er's ward, erst gut gewesen! (Merenberg)
Einen honetten Mann kann man aus jedem Weidenstotzen formen, aber zu einem Spitzbuben will's Grütz.
Eine vollkommene Büberei ist auch eine Vollkommenheit. (Luise)
Wenn der Dieb schläft, weiß er seine Beute in Sicherheit.
Wie man nicht wehren kann, daß einem die Vögel über den Kopf herfliegen, aber wohl, daß sie auf dem Kopfe nisten, so kann man auch bösen Gedanken nicht wehren, aber wohl, daß sie in uns einwurzeln.
Schon in der überlegung liegt die böse Tat, selbst wenn sie nicht zur Ausführung gelangt. Man muß mithin so etwas, an dem schon die bloße überlegung unsittlich ist, überhaupt gar nicht überlegen.
Es gibt böse Menschen, die weniger gefährlich wären, wenn sie keine guten Eigenschaften hätten.
Ein geringes Maß von Ehrlichkeit und öffentlicher Moral leuchtet noch in der Welt. Ein Schuft wagt noch nicht, als solcher gelten zu wollen. Er nennt einen anderen so. Alles wäre verloren, wagte er laut zu sagen: Ich bin ein Schuft.
Wer eine Grube macht, der wird hineinfallen.
Alte Schuld rostet nicht.
Die Finsternis verbirgt den Schmutz nicht.
Es ist nichts so fein gesponnen, alles kommt ans Licht der Sonnen.
Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
"O Lamm! Wenn ich dich nicht fresse, frißt du mich", sagt die Hyäne.
Die Bosheit sucht keine Gründe, nur Ursachen. (Elisabeth)
Die übelsten Werke sind stets mit den erhabensten Vorsätzen begonnen worden.
Es gibt sehr wenig böse Menschen und doch geschieht so viel Unheil in der Welt. Der größte Teil dieses Unheils kommt auf Rechnung der vielen, vielen guten Menschen, die weiter nichts als gute Menschen sind.
Mein bester Sohn! Es ist nicht immer möglich, im Leben sich so kinderrein zu halten, wie's uns die Stimme lehrt im Innersten. In steter Notwehr gegen arge List bleibt auch das redliche Gemüt nicht wahr. Das eben ist der Fluch der bösen Tat, daß sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären. (Oktavio)
Goldne Zeit, da man den übermut für die Quelle des Bösen hielt!
Ich habe, mein Lieber, wieder bei diesem kleinen Geschäft gefunden, daß Mißverständnisse und Trägheit vielleicht mehr Irrungen in der Welt machen als List und Bosheit.
Ganz bös ist keiner. Lebenskeimend blieb in seinem Herzen noch ein sanftrer Trieb.
Es ist traurig, daß Fehler und böse Neigungen der Eltern wie Physiognomien sich forterben auf Kinder - die wahre Erbsünde, die heimgesucht wird oft bis ins dritte und vierte Glied, wenn nicht Erziehung dazwischentritt.
Das Dichten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf.
Was du nicht willst, daß man dir tue, das tue einem andern auch nicht.
Es gibt böse Geister. die in des Menschen unverwahrter Brust sich augenblicklich ihren Wohnsitz nehmen, die schnell in uns das Schreckliche begehen und, zu der Höll entfliehend, das Entsetzen in dem befleckten Busen hinterlassen. (Kennedy)