Ehrgeiz ist nur eine besondere Form der allgemeinen Menschensehnsucht nach Glück.
Die Leidenschaft tyrannisiert den Menschen der Ehrgeiz aber hält in ihm die übrigen Leidenschaften zurück und gibt ihm eine Zeitlang den Anschein aller Tugenden.
Wo der Ehrgeiz endet, fängt das Glück an.
Des Geizhalses einzige Wohltat ist sein früher Tod.
Geiz wird nicht satt, bis er den Mund voll Erde hat.
Der Narr lebt arm, um reich zu sterben.
Geiz ist die größte Armut.
Er hat nur zwei Hände, eine zum Nehmen, eine zum Behalten. Die zum Geben fehlt ihm.
Auf die durchwachten Nächte der Ehrbegierde folgen schlaflose Nächte der Reue, daß man sich die Mühe geben konnte, solchen Phantomen nachzulaufen.
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Die, so auf Ehrgeiz zielen, sinnen aus Unglaubliches: Mit diesen schwachen Nägeln sich Bahn zu brechen durch die Kieselrippen der harten Welt hier, dieser Kerkerwände, und weil's unmöglich, härmt ihr Stolz sie tot. (König Richard)
Wer sein Herz dem Ehrgeiz öffnet, verschließt es der Ruhe.
Das Hauptelement des Ehrgeizes ist, zum Gefühl seiner Macht zu kommen. Lob und Tadel, Liebe und Haß sind gleich für den Ehrsüchtigen, welcher Macht will.
Er ließt viel. Er ist ein großer Prüfer und durchschaut das Tun der Menschen ganz. Er liebt kein Spiel wie du, Antonius, hört nicht Musik. Er lächelt selten und auf solche Weise, als spott' er sein, verachte seinen Geist, den irgendwas zum Lächeln bringen konnte. Und solche Männer haben nimmer Ruh, solang sie jemand größer sehn als sich. (Cäsar)
Junge Menschen, deren Leistungen Ihrem Ehrgeiz nicht gemäß sind, suchen sich einen Gegenstand zum Zerreißen aus Rache, meistens Personen, Stände, Rassen, welche nicht gut Wiedervergeltung üben können.
Heftiger Ehrgeiz und Mißtrauen habe ich noch allemal beisammen gesehen.
Der brennende Ehrgeiz verbannt von Jugend an alle Vergnügungen, um allein zu herrschen.
Wenn du nach Ehre strebst, die dir die Welt soll geben, so mußt du, statt dir selbst, ihr zu Gefallen leben. Nicht leben in der Tat, nur leben auf den Schein, nicht was du selber willst, was sie will, mußt du sein.
Der Ehrgeiz befällt kleine Seelen leichter als große, wie Strohhütten leichter Feuer fangen als Paläste.
Ich habe keinen Stachel, die Seiten meines Wollens anzuspornen, als einzig Ehrgeiz. (Macbeth)
Es gibt keinen Ehrgeiz, welcher lieber der Erste unter den Letzten sein will als der Zweite unter den Ersten. Das ist der alte. Es gibt einen andern Ehrgeiz, der lieber wie Tassos Gabriel der Zweite unter den Ersten als der Erste unter den Zweiten sein will. Das ist der moderne.