Keinen Fehler gestehen wir lieber ein als Trägheit. Wir meinen, sie hinge mit allen stillen Tugenden zusammen und machte die übrigen, ohne sie ganz zu vernichten, nur zeitweilig unwirksam.
Gefühlsarmut nährt die Trägheit.
Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.
Faulhans geht voraus, Schmalhans fort hinterdrein.
Ohne Faulheit kein Fortschritt! Weil der Mensch zu faul war, zu rudern, erfand er das Dampfschiff. Weil er zu faul war, zu Fuß zu gehen, erfand er das Auto. Weil er zu faul war, abends die Augen zuzumachen, erfand er das Fernsehen.
Der große Feind der Wissenschaft ist nicht der Irrtum, sondern die Faulheit.
Trägheit hat im Leben stets daneben gegriffen und wird es auch stets tun. Es liegt in der Natur der Sache, daß sie niemals Erfolg hat. Sie ist eine Last, ein Hemmnis, eine Schädigung, stets unnütz, unzufrieden, melancholisch und elend.
In unserem Geist steckt mehr Faulheit als in unserem Körper.
Faulheit kennt kein Rückenweh.
Um schließlich eine richtige Idee dieser Leidenschaft zu geben, muß man sagen, daß die Faulheit eine Glückseligkeit der Seele ist, welche sie über alle ihre Verluste tröstet und ihr als Ersatz aller ihrer Güter dient.