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Zitat Grusskarten: g-gemeinsamkeit

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gemeinsamkeit-055
Es ist nicht immer Heuchelei, wenn derselbe Mann, der im Hause tobt, in fremder Gesellschaft mild erscheint. Zu Hause findet er eingewurzelte, wiederholte Fehler, die er zu bestrafen hat.

gemeinsamkeit-054
Es ist schwer, mit Menschen zu leben, weil schweigen so schwer ist.

gemeinsamkeit-053
Wenn du manches an mir dulden mußt, so ist es billig, daß ich auch wieder von dir leide. Es ist auch so viel besser, daß man freundlich abrechnet, als daß man sich immer einander anähnlichen will und. wenn das nicht reüssiert, einander aus dem Wege geht.

gemeinsamkeit-052
Nichts entfernt zwei innerlich wenig verwandte Menschen mehr voneinander als das Zusammenleben.

gemeinsamkeit-051
Im Umgang zieht jeder den ihm ähnlichen entschieden vor so daß einem Dummkopf die Gesellschaft eines anderen Dummkopfes ungleich lieber ist als die aller großen Geister.

gemeinsamkeit-050
Was ich dir wünsche, mein Freund? Ich wünsche allen dasselbe: Finde jeglicher den, der ihm im Innersten gleicht! Bist du ein Guter, so kann dich der Himmel nicht besser belohnen, bist du ein Schlimmer, so straft ärger die Hölle dich nicht.

gemeinsamkeit-049
Es ist eine unaussprechliche Glückseligkeit, wenn Gesinnungen und Empfindungen zwischen zwei Wesen wechseln, ohne irgend anzustoßen.

gemeinsamkeit-048
Wir sind zur Gemeinschaft geschaffen wie Füße, wie Hände, wie die untere und die obere Reihe unserer Zähne.

gemeinsamkeit-047
Mitwollende gibt's wenig, Mißwollende viel.

gemeinsamkeit-046
Jakobi hatte mich persönlich lieb, ohne an meinen Bestrebungen teilzunehmen oder sie wohl gar zu billigen. Es bedurfte daher der Freundschaft, um uns aneinander zu halten. Dagegen war mein Verhältnis mit Schiller so einzig, weil wir das herrlichste Bindungsmittel in unseren gemeinsamen Bestrebungen fanden und es für uns keiner sogenannten besonderen Freundschaft weiter bedurfte.

gemeinsamkeit-045
Einsamkeit ist schwere Last, wenn du Gott nicht bei dir hast.

gemeinsamkeit-044
Für den Einsamen ist schon Lärm ein Trost.

gemeinsamkeit-043
Das muß was Entsetzliches sein, sich verlassen zu fühlen. (Luzie)

gemeinsamkeit-042
Ein anderes ist Verlassenheit, ein anderes Einsamkeit.

gemeinsamkeit-041
Wer sich der Einsamkeit ergibt, ach! der ist bald allein. Ein jeder lebt, ein jeder liebt und läßt ihn seiner Pein.

gemeinsamkeit-040
Der Einsame ist nur der Schatten eines Menschen.

gemeinsamkeit-039
Weil wird doch einmal so gemacht sind, daß wir alles mit uns und uns mit allem vergleichen, so liegt Glück oder Elend in den Gegenständen, womit wird uns zusammenhalten, und da ist nichts gefährlicher als die Einsamkeit.

gemeinsamkeit-038
Alle Menschen nennen sich einsam, und vielleicht sind sie es auch, jeder nach dem Maß seines Anspruchs, seiner Beschaffenheit und seines Wertes, aber wahrhafte Einsamkeit empfinden doch nur diejenigen, die niemals aufgehört haben, an die Verbrüderung aller Menschen zu glauben.

gemeinsamkeit-037
Wer von uns hat nicht in seinem Leben den Eindruck gehabt, daß man nirgends einsamer ist in einer Stadt von ein paarmal hunderttausend Einwohnern, von denen man keinen Menschen kennt! Man ist im einsamsten Walde nicht so einsam.

gemeinsamkeit-036
Die Einsamkeit ist not. Doch sei nur nicht gemein, so kannst du überall in einer Wüste sein!

gemeinsamkeit-035
Die Liebe zur Einsamkeit kann nicht als ursprünglicher Hang da sein, sondern erst infolge der Erfahrung und des Nachdenkens entstehen.

gemeinsamkeit-034
Der Starke ist am mächtigsten allein. (Tell)

gemeinsamkeit-033
"Uns ist wohl", sagte ein brüderlich gleicher Tannenwald zur Zeder. "Wir sind soviel und du stehst allein." "Ich habe auch Brüder", sagte die Zeder, "wenngleich nicht auf diesem Berge."

gemeinsamkeit-032
In der Einsamkeit fühlt der Jämmerliche seine ganze Jämmerlichkeit, der große Geist seine ganze Größe.

gemeinsamkeit-031
Die Einsamkeit macht uns härter gegen uns und sehnsüchtiger gegen die Menschen: In beiden verbessert sie den Charakter.

gemeinsamkeit-030
Der Adler fliegt allein, der Rabe scharenweise. Gesellschaft braucht der Tor und Einsamkeit der Weise.

gemeinsamkeit-029
In der Einsamkeit, wo jeder auf sich selbst zurückgewiesen ist, da zeigt sich, was er an sich selber hat: Da seufzt der Tropf im Purpur unter der unabwälzbaren Last seiner armseligen Individualität, während der Hochbegabte die ödeste Umgebung mit seinen Gedanken bevölkert und belebt.

gemeinsamkeit-028
Um die Einsamkeit ist's eine schöne Sache, wenn man mit sich selbst in Frieden lebt und was Bestimmtes zu tun hat.

gemeinsamkeit-027
Ich kann nicht begreifen, wie gewisse Leute Anspruch auf Geistesbildung oder auf Seelengröße und Charakter machen wollen und doch nicht das mindeste Gefühl für das Alleinsein haben. Denn die Einsamkeit, verbunden mit dem ruhigen Anschauen der Natur, mit einem klaren, heiteren Bewußtsein seines Glaubens über Schöpfung und Schöpfer und verbunden mit einigen Widerwärtigkeiten von außen, ist, ich behaupte es, die einzige wahre Schule für den Geist von edlen Anlagen.

gemeinsamkeit-026
Ganz er selbst sein darf jeder nur, solange er allein ist. Wer also nicht die Einsamkeit liebt, der liebt auch nicht die Freiheit denn nur, wann man allein ist, ist man frei.

gemeinsamkeit-025
Je höher einer auf der Rangliste der Natur steht, desto einsamer steht er, und zwar wesentlich und unvermeidlich. Dann aber ist es eine Wohltat für ihn, wenn die physische Einsamkeit der geistigen entspricht. Widrigenfalls dringt die häufige Umgebung heterogener Wesen störend, ja feindlich auf ihn ein.

gemeinsamkeit-024
Nur Einsamkeit ist Vollgenuß des Lebens. Wo sind zwei Herzen, die sich ganz verstehn?

gemeinsamkeit-023
Ein Hauptstudium der Jugend sollte sein, die Einsamkeit ertragen zu lernen: Weil sie eine Quelle des Glücks und der Gemütsruhe ist.

gemeinsamkeit-022
Alt werden und einsam werden scheint dasselbe, und ganz zuletzt ist man wieder nur mit sich zusammen und macht andere durch seinen Tod einsam.

gemeinsamkeit-021
Wer nicht geliebt wird, ist überall und mitten unter allen einsam.

gemeinsamkeit-020
Sie klagen über Einsamkeit! Ach, daß das Schicksal der edelsten Seelen ist, nach einem Spiegel ihres Selbst vergebens zu seufzen!

gemeinsamkeit-019
Ich habe oft ein Gefühl, als ständen wir Menschen so unendlich einsam im All da, daß wir nicht einmal einer vom andern das Geringste wüßten und daß all unsre Freundschaft und Liebe dem Auseinanderfliegen vom Wind zerstreuter Sandkörner gliche.

gemeinsamkeit-018
Zwischen Welt und Einsamkeit ist das rechte Leben. Nicht zu nah und nicht zu weit will ich mich begeben.

gemeinsamkeit-017
Geselligkeit gehört zu den gefährlichen, ja verderblichen Neigungen, da sie uns in Kontakt bringt mit Wesen, deren große Mehrzahl moralisch schlecht und intellektuell stumpf oder verkehrt ist.

gemeinsamkeit-016
Eine gewisse Einsamkeit scheint dem Gedeihen der höheren Sinne notwendig zu sein, und daher muß ein zu ausgebreiteter Umgang der Menschen miteinander manchen heiligen Keim ersticken.

gemeinsamkeit-015
Wer dem Haufen folgt, hat viele Gesellen.

gemeinsamkeit-014
Wie Sommerfliegen schwärmt gemeines Volk, und wohin fliegen Mücken als zur Sonne? (Clifford)

gemeinsamkeit-013
Wenn du Feigen in deinem Hafersack hast, sucht jedermann deine Freundschaft.

gemeinsamkeit-012
Nichts verrät weniger Menschenkenntnis, als wenn man als Beleg der Verdienste und des Wertes eines Menschen anführt, daß er sehr viele Freunde hat. Als ob die Menschen ihre Freundschaft nach dem Wert und Verdienst verschenkten! Als ob sie nicht vielmehr ganz und gar wie die Hunde wären, die den lieben, der sie streichelt oder ihnen Brocken gibt!

gemeinsamkeit-011
Gute Tiere, spricht der Weise, mußt du züchten, mußt du kaufen, doch die Ratten und die Mäuse, kommen ganz von selbst gelaufen.

gemeinsamkeit-010
"Ich bekomme mir nicht gut", sagte jemand, um seinen Hang zur Gesellschaft zu erklären. "Der Magen der Gesellschaft ist stärker als der meinige. Er verträgt mich."

gemeinsamkeit-009
Die Menschen, die sich um uns bekümmern, täten's nicht, wenn sie mit sich selbst was bessers anfangen könnten. Wenigstens täten sie's anders.

gemeinsamkeit-008
Das macht die gewöhnlichen Leute so gesellig und akkomodant: Es wird ihnen nämlich leichter, andere zu ertragen als sich selbst.

gemeinsamkeit-007
Weniges auf dieser Welt verbindet so stark wie gemeinsame Abneigung gegen einen Dritten.

gemeinsamkeit-006
Schwächen verbinden die Menschen ebenso eng miteinander wie Tugenden.

gemeinsamkeit-005
Was ist heilig? Das ist's, was viele Seelen zusammen bindet, bänd es auch nur leicht, wie die Binse den Kranz.

gemeinsamkeit-004
Du hast das nicht, was andre haben, und andern mangeln Deine Gaben. Aus dieser Unvollkommenheit entspringet die Geselligkeit.

gemeinsamkeit-003
Nicht bist du, nichts ohne die andern. Der verbissenste Misanthrop braucht die Menschen doch, wenn auch nur, um sie zu verachten.

gemeinsamkeit-002
Sei hochbeseligt oder leide: Das Herz bedarf ein zweites Herz. Geteilte Freud' ist doppelt Freude. geteilter Schmerz ist halber Schmerz.

gemeinsamkeit-001
Tat twam asi. Du bist ich.

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Über eine nette Grußkarte freut sich jeder