Kein Genuß ist vorübergehend denn der Eindruck, den er zurückläßt, ist bleibend.
Kein Genuß der Gegenwart ist vollkommen, dem nicht Erinnerung und Hoffnung zur Folie dienen.
Beschränktheit sucht sich der Genießende. (Hofmeisterin)
Das Leben muß wie ein kostbarer Wein mit gehörigen Unterbrechungen Schluck für Schluck genossen werden. Auch der beste Wein verliert für uns allen Reiz, wenn wir ihn wie Wasser hinunterschütten.
Es braucht zu allem ein Entschließen, selbst zum Genießen.
Es wechselt Pein und Lust. Genieße, wenn du kannst, und leide, wenn du mußt.
Es ist wirklich die größte Verkehrtheit, diesen Schauplatz des Jammers in einen Lustort verwandeln zu wollen und statt der möglichsten Schmerzlosigkeit Genüsse und Freuden sich zum Ziele zu stecken.
Der Kultivierte bedauert nie einen Genuß. Der Unkultivierte weiß überhaupt nicht, was ein Genuß ist.
Die Probe eines Genusses ist seine Erinnerung.
Es gibt eigentlich gar keinen Genuß anders als im Gebrauch und Gefühl der eigenen Kräfte, und der größte Schmerz ist wahrgenommener Mangel an Kräften, wo man ihrer Bedarf.
Die höchsten, die mannigfaltigsten und die anhaltendsten Genüsse sind die geistigen, wie sehr auch wir, in der Jugend, uns darüber täuschen mögen.
Dem Unersättlichen in jeglichem Genuß wird selbst das Glück zum überdruß.
Bei der Arbeit recht Beginnen, beim Genießen rechter Schluß!
Die Seele vom Genuß, o Freund, ist dessen Kürze.
Die Gaben der Natur und des Glücks sind nicht so selten wie die Kunst, sie zu genießen.
Ich genieße alles dankbar, was von außen kommt, aber ich hänge an nichts.
Gewöhne dich, da stets der Tod dir dreut, dankbar zu nehmen, was das Leben beut!