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Zitat Grusskarten: g-gott

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gott-066
"Es ist ein Gott" kann, meiner Meinung nach, nichts anderes sagen als: Ich fühle mich, bei aller meiner Freiheit des Willens, genötigt, recht zu tun.

gott-065
Gott schauen ist Tod, das wußten alle Völker. Gott erraten ist Leben.

gott-064
Wo sich Götter offenbaren, kündigt sie ein Schauder an. (König)

gott-063
Wie Sturm und Ungewitter bin ich gezogen über deine Fluren du aber bist's allein, der stürmen kann, denn du allein kannst heilen, großer Gott. Und hab' ich auch das Schlimme nicht gewollt, wer war ich, Wurm, daß ich mich unterwand, dem Herrn der Welten frevelnd nachzuspielen, durchs Böse suchend einen Weg zum Guten! (Ottokar)

gott-062
Es ist höchste Weisheit, an einen Gott zu glauben, welcher straft und belohnt.

gott-061
Wer mit Gott Freund sein will, muß allein bleiben oder die ganze Welt zu seinem Freund machen.

gott-060
Der beste Prediger ist das Herz, der beste Lehrer die Zeit, das beste Buch die Welt, der beste Freund Gott.

gott-059
Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu existieren braucht.

gott-058
Ob es Gott gibt oder nicht, wissen wir nicht. Also lasset uns ihm Opfer bringen.

gott-057
Du willst mit nüchternem Verstand das Göttliche beweisen? Das heißt, nach einem Fabelland auf Eisenbahnen reisen.

gott-056
Wer Gott definiert, ist schon Atheist.

gott-055
Name ist Begrenzung. Daß die olympischen Götter Namen hatten, trug zu ihrem Untergang bei. "Gott" lebt von seiner Anonymität.

gott-054
Die Leute traktieren ihn, als wäre das unbegreifliche, gar nicht auszudenkende höchste Wesen nicht viel mehr als ihresgleichen. Sie würden sonst nicht sagen: "Der Herr Gott, der liebe Gott, der gute Gott." Er wird ihnen, besonders den Geistlichen, die ihn täglich im Munde führen, zu einer Phrase, zu einem bloßen Namen, wobei sie sich auch gar nichts denken. Wären sie aber durchdrungen von seiner Größe, sie würden verstummen und ihn vor Verehrung nicht nennen mögen.

gott-053
Zudem sind die Natur Gottes, die Unsterblichkeit, das Wesen unserer Seele und ihr Zusammenhang mit dem Körper ewige Probleme, worin uns die Philosophen nicht weiterbringen.

gott-052
Bei jeder menschlichen Unternehmung ist nämlich etwas, das nicht in unserer Macht steht und nicht in unsere Berechnung fällt. Der Wunsch, dieses für sich zu gewinnen, ist der Ursprung der Götter.

gott-051
Furcht, sagt Lukrez, hat die Götter geschaffen. Aber wer schuf diese allmächtige Furcht?

gott-050
Die attische Plastik erst hat Athene und Apollo endgültig geformt, wie die Orgelfugen, Kantaten und Passionen von Schütz, Haßler und Bach den protestantischen Gott geformt haben.

gott-049
Wenn Dreiecke einen Gott hätten, würden sie ihn mit drei Ecken ausstatten.

gott-048
Ich denke Gott mir, sprach die Mücke, viel tausendmal so groß wie mich in ewigem Glanz, in ewigem Glücke susurrend tanzt und sonnt er sich.

gott-047
Seitdem sich die Menschen herausgenommen haben, Gott eine Sprache zu verleihen, hat ihn jeder auf seine Weise sprechen und sich von ihm sagen lassen, was er gewollt hat.

gott-046
Es gibt nur Eine, alle Determination und Negation von sich ausschließende, unendliche Substanz, welche Gott genannt wird und das Eine Sein in allem Dasein ist.

gott-045
Man empfindet Gott durch die Seele wie die Luft durch den Körper.

gott-044
Wir finden Gott zweimal, einmal in, einmal außer uns: In uns als Auge, außer uns als Licht.

gott-043
Gott ist Licht.

gott-042
Allwissenheit ist das Auge, Güte das Herz, Wahrheit der Mund, Allmacht die Hand Gottes.

gott-041
Es gibt unzählige Definitionen von Gott. Doch ich bete Gott nur als Wahrheit an.

gott-040
Gäbe es keinen Gott, so müßte man ihn erfinden.

gott-039
Alles Göttliche auf Erden ist ein Lichtgedanke nur.

gott-038
Vom unzugänglichen Gebirge über die Einöde, die kein Fuß betrat, bis ans Ende des unbekannten Ozeans weht der Geist des Ewigschaffenden und freut sich jeden Staubes, der ihn vernimmt und lebt.

gott-037
Wer ihn als einen Gott der Liebe preist, denkt nicht hoch genug von der Liebe selber. Wollte dieser Gott nicht auch Richter sein? Aber der Liebende liebt jenseits von Lohn und Vergeltung.

gott-036
Zuvieles mißriet ihm, diesem Töpfer, der nicht ausgelernt hatte! Daß er aber Rache an seinen Töpfen und Geschöpfen nahm, dafür, daß sie ihm schlecht gerieten, das war eine Sünde wider den guten Geschmack.

gott-035
Gott ist nicht wählerisch in seinen Boten und Werkzeugen, und die irren sich, die da meinen, daß er die Welt mit spitzen Fingern anfasse und das Nämliche von ihnen verlange.

gott-034
Wie wäre Gott so grausam, wäre er nicht so groß!

gott-033
Warum uns Gott so wohlgefällt? Weil er sich uns nie in den Weg stellt.

gott-032
Bei Gott ist kein Ding unmöglich.

gott-031
So undeutlich, schwankend und verworren der Begriff auch sein mag, den man mit dem Worte Gott verbindet, so sind doch zwei Prädikate davon unzertrennlich: Die höchste Macht und die höchste Weisheit.

gott-030
Was wär ein Gott, der nur von außen stieße, im Kreis das All am Finger laufen ließe! Ihm ziemt's, die Welt im Innern zu bewegen, Natur in Sich, Sich in Natur zu hegen.

gott-029
Ich habe Gott überall gesehn und nie verstanden.

gott-028
Wenn die Menschen von Gott reden, so kommen sie mir vor wie Lichtenbergs Kahlenberger Bauern, die, wenn ein Messer fehlt, dafür ein Stück Holz in die Scheide stecken, damit diese nicht leer sei.

gott-027
Gott wäre etwas gar Erbärmliches, wenn er sich in einem Menschenkopfe begreifen ließe.

gott-026
Wer darf ihn nennen und wer bekennen: Ich glaub Ihn! Wer empfinden und sich unterwinden zu sagen: Ich glaub Ihn nicht! Der Allumfasser, der Allerhalter, faßt und erhält Er nicht dich, mich, sich selbst? (Faust)

gott-025
Besser kennt Gott, wer ihn nicht zu kennen bekennt.

gott-024
Von den Göttern weiß ich nichts, weder daß sie sind, noch daß sie nicht sind.

gott-023
Gott ist nur ein erdachtes Wort, die Welt uns zu erklären.

gott-022
Gott starb.

gott-021
Leiden war's und Unvermögen - das schuf alle Hinterwelten, und jener kurze Wahnsinn des Glücks, den nur der Leidendste erfaßt.

gott-020
Preise dem Kinde die Puppen, wofür es begierig die Groschen hinwirft, so bist du fürwahr Krämern und Kindern ein Gott!

gott-019
Für den Hund ist Gott der Bissen, der zu Boden gefallen ist.

gott-018
Wir sind naturforschend Pantheisten, dichtend Polytheisten, sittlich Monotheisten.

gott-017
Gott, wenn wir hoch stehen, ist alles stehen wir niedrig, so ist er ein Supplement unsrer Armseligkeit.

gott-016
Was der Mensch als Gott verehrt, ist sein eigenstes Innere herausgekehrt.

gott-015
Da die Götter menschlicher noch waren, waren Menschen göttlicher.

gott-014
Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde. Das heißt vermutlich: Der Mensch schuf Gott nach dem seinigen.

gott-013
Kraft ist die Materie der Stoffe. Seele ist die Kraft der Kräfte. Geist ist die Seele der Seelen. Gott ist der Geist der Geister.

gott-012
Glaube an Gott und verehre ihn, aber forsche ihm nicht nach!

gott-011
Denkt über Gottes Wohltaten nach, aber über Gott selbst grübelt nicht!

gott-010
War die Henne zuerst? Oder war das Ei vor der Henne? Wer dies Rätsel erlöst, schlichtet den Streit um den Gott.

gott-009
Zeigt sich der Glückliche mir, ich vergesse die Götter des Himmels aber sie stehn vor mir, wenn ich den Leidenden seh'.

gott-008
Gott versteckt sich hinter das, was wir lieben.

gott-007
Man kann den höchsten Gott mit allen Namen nennen, man kann ihm wiederum nicht einen zuerkennen.

gott-006
Wir können Gott mit dem Verstande suchen, aber finden können wir ihn nur mit dem Herzen.

gott-005
Mensch, denkst Du Gott zu schauen dort oder hier auf Erden, so muß Dein Herz zuvor ein reiner Spiegel werden.

gott-004
Allen gehört, was du denkst dein eigen ist nur, was du fühlest. Soll er dein Eigentum sein, fühle den Gott, den du denkst!

gott-003
Kepler sagte: "Mein höchster Wunsch ist, den Gott, den ich im äußern überall finde, auch innerlich, innerhalb meiner gleichermaßen gewahr zu werden". Der edle Mann fühlte, sich nicht bewußt, daß eben in dem Augenblicke das Göttliche in ihm mit dem Göttlichen des Universums in genauster Verbindung stand.

gott-002
Gott ist noch mehr in mir, als wenn das ganze Meer in einem kleinen Schwamm ganz und beisammen wär.

gott-001
Wär nicht das Auge sonnenhaft, die Sonne könnt es nie erblicken. Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft, wie könnt uns Göttliches entzücken?

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Über eine nette Grußkarte freut sich jeder