An seinen Idealen zugrundegehen können heißt lebensfähig sein.
Wir haben wohl das Wort gehört: Wer nach dem 34. Lebensjahr sich noch an das Kreuz schlagen lasse, der sei ein Narr. Das ist ein schlechtes Wort. Das Verdienst steigt da mit den Jahren. Im 34. Lebensjahr ist der Opfertod noch linder und kaum der Rede wert. Aber alt geworden zu sein und seine Ideale hochzuhalten und seinen Opfermut dafür zu erweisen: Das macht den Heros, den Menschheitserlöser.
Ideale haben merkwürdige Eigenschaften, unter anderem die, daß sie in ihr Gegenteil umschlagen, sobald man sie verwirklicht.
Es ist der Sinn der Ideale, daß sie nicht verwirklicht werden können.
Idealist sein heißt Kraft haben für andere.
Sieh nach den Sternen, hab acht auf die Gassen.
Ideale sind wie Sterne. Wir erreichen sie niemals, aber wie die Seefahrer auf dem Meer richten wir unseren Kurs nach ihnen.
Wer in der wirklichen Welt arbeiten kann und in der idealen leben, der hat das Höchste erreicht.
Lieben Sie das Ideale oder das Reale? Man lebt und hofft.
Das Ideal und die gemeine Wirklichkeit müssen streng geschieden werden.
Erloschen sind die heitern Sonnen, die meiner Jugend Pfad erhellt die Ideale sind zerronnen, die einst das trunkne Herz geschwellt.
Wenn ihr in der Menschheit traur'ger Blöße steht vor des Gesetzes Größe wenn dem Heiligen die Schuld sich naht, da erblasse vor der Wahrheit Strahle eure Tugend, vor dem Ideale fliehe mutlos die beschämte Tat. Kein Erschaffner hat dies Ziel erflogen über diesen grauenvollen Schlund trägt kein Nachen, keiner Brücke Bogen, und kein Anker findet Grund.
Es gibt nichts Demütigenderes für den Menschenstolz als die Tatsache, daß nichts so Unsinniges und Lächerliches erträumt werden kann, das nicht irgendwo und zu irgendeiner Zeit für wahr, ernst, groß, edel, ehrwürdig und heilig gehalten worden wäre.
Extreme Idealisten sind immer Feiglinge: Sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.
O ihr verwünschten Idealisten! An euren Theorien ist nichts reell als das Blut, das ihr dafür vergießt!
Das Ideal ist kein Leckerbissen, sondern tägliches Brot.
Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Inneren hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der Zeit.