Es gibt läßliche Sünden, und es gibt unerläßliche.
Himmlisch war's, wenn ich bezwang meine sündige Begier, aber wenn's mir nicht gelang, hatt' ich doch ein groß Pläsier.
Ist der Teufel in der Kirche, so will er auch die Messe lesen.
Laster, die auf einem übermaß an Lebenskraft beruhen, verringern sich mit der Zeit. Laster dagegen, die auf Mangel an Vitalität beruhen, wie Geiz und Neid, werden im Alter schlimmer.
Die Menschen sind die Gefangenen ihrer Laster und die Kerkermeister ihrer Tugenden.
Doch schmerzlich denkt manch alter Knaster, der von vergangenen Zeiten träumt, an die Gelegenheit zum Laster, die er versäumt
Wenn die Laster uns verlassen, schmeicheln wir uns mit dem Wahn, wir hätten sie verlassen.
Der Lasterhafte ist sein eigener Prometheusgeier.
Ein schlechter Mensch ist niemals glücklich, auch wenn er Glück hat.
Das Böse ist ein Hügel: Jedermann steigt auf seinen eigenen und zeigt auf einen anderen.
Die Laster stehlen der Tugend die Kleidung.
Wie hüllt sich Sünde gern in Höflichkeit. (Perikles)
In der Früh' und frischem Tau der Jugend ist gift'ger Anhauch am gefährlichsten. (Laertes)
Oft verliert man sich nur deshalb nicht in einem Laster, weil man mehrere hat.
Eine herrliche Ausflucht für den Liederlichen, seine hitzige Natur den Sternen zur Last zu legen! Mein Vater ward mit meiner Mutter einig unterm Drachenschwanz, und meine Nativität fiel unter ursa major, und so folgt denn, ich müsse rauh und verbuhlt sein. (Edmund)
Man könnte sagen, die Laster erwarteten uns auf dem Weg des Lebens gleich Wirten, bei denen man nacheinander einkehren muß. Ich zweifle, ob die Erfahrung uns sie vermeiden ließe, wenn wir den Weg zweimal machen dürften.