Die Leidenschaft ist immer ein Leiden, auch die befriedigte.
Feuer läutert, verdeckte Glut frißt an.
Leidenschaften sind wie Flüsse und Ströme: Die seichten plätschern, die tiefen bleiben still.
Sanfte Leidenschaften erheitern den Horizont des Daseins bewegen, ohne zu ermüden erwärmen, ohne zu verzehren.
Leidenschaft ist der Strom, Vernunft das Ufer, aber verdammt holländisch flach.
Es gibt nur eine Leidenschaft, nämlich glücklich zu sein. Sie heißt je nach den Objekten anders: Laster oder Tugend, gemäß der Heftigkeit, den Mitteln und Effekten.
In Ansehung der Leidenschaften bleibt Ehrgeiz die Hauptleidenschaft des Cholerikers, Wollust die des Sanguinikers, Geiz plagt den Melancholiker, und das Phlegma ist bloßer Bauch.
Große Leidenschaften sind wie Naturkräfte. Ob sie nützen oder schaden, hängt von der Richtung ab, die sie nehmen.
Wie unbedeutend erscheint dem Menschen in leidenschaftlichen Augenblikken alles, was ihn umgibt!
Das äußerste liegt der Leidenschaft zu allernächst.
Der Orient ist das Vaterland der heißesten Leidenschaften und Schwärmereien und daher auch das Vaterland unserer Religionen, Wissenschaften, Künste und Erfindungen.
Leidenschaft ist in der moralischen Welt, was in der physischen die Bewegung.
"Die Flut der Leidenschaft, sie stürmt vergebens ans unbezwungene feste Land." Sie wirft poetische Perlen an den Strand, und das ist schon Gewinn des Lebens.
Stärker ist eine Leidenschaft, wenn sie ruhiger ist.
Ein Raum, der sich leicht erwärmen läßt, wird auch leicht kalt.
Unsere Leidenschaften sind wahre Phönixe. Wie der alte verbrennt, steigt der neue sogleich wieder aus der Asche hervor.
Man heilt Leidenschaften nicht durch Verstand, sondern nur durch andere Leidenschaften.
Die Dauer unserer Leidenschaften hängt nicht mehr von uns ab als die Dauer unseres Lebens.
Unter allen Leidenschaften steht den Frauen die Liebe noch am besten.
Leidenschaften der Regierungen zeugen von Schwäche, Leidenschaften des Volkes aber zeugen von Stärke.
Leidenschaft macht häufig einen fähigen Mann zum Dummkopf, aber die Dümmsten fähig.
Die Leidenschaften der Jugend sind der Gesundheit kaum mehr entgegengesetzt als die Lauheit des Alters.
Leidenschaften mißhandeln die Lebenskraft. (Franz)
Niemand kann seinen Leidenschaften und seinem Nutzen zur gleichen Zeit dienen.
So war der Mensch zu allen Zeiten, so ist er jung, so bleibt er alt Heiß ist er gegen Kleinigkeiten und gegen große Dinge kalt.
Leidenschaften gleichen Blendlaternen. Sie werfen alles Licht nach einer Richtung, während alles andre rings im Dunkel bleibt.
Durch die Leidenschaften lebt der Mensch durch die Vernunft existiert er bloß.
Leidenschaft begeht keine Sünde, nur die Kälte.
Wenn wir unsern Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.
Nie brennt der Jugend Blut so wild empört wie strenger Ernst, wenn Mutwill' ihn empört. (Rosalinde)
Der Mensch ist Mensch, und das bißchen Verstand, das einer haben mag, kommt wenig oder nicht in Anschlag, wenn Leidenschaft wütet.
Blut, du behältst dein Recht. (Angelo)
Alle Leidenschaften sind nur verschiedene Grade der Wärme und der Kälte des Blutes.
Das Gewissen ist die Stimme der Seele. Die Leidenschaften sind die Stimme des Körpers.