Grusskarten Kopfbild

Zitat Grusskarten: l-lesen

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lesen-025
Drei Tage nicht gelesen, und das Gespräch wird schal.

lesen-024
Was gelesen wird, ist immer charakteristisch für den Zeitgeist, was geschrieben wird, nicht immer.

lesen-023
Eine schädliche Folge des allzu vielen Lesens ist, daß sich die Bedeutung der Wörter abnutzt.

lesen-022
Ich lernte einsehen, die Bücher würden mich wohl gelehrt, aber nimmermehr zu einem Menschen machen.

lesen-021
Ich würde nie ein Buch lesen, wenn ich die Gelegenheit hätte, mich eine halbe Stunde mit dem Mann zu unterhalten, der es geschrieben hat.

lesen-020
Viel lesen und nicht durchschauen ist viel essen und nicht verdauen.

lesen-019
Wie man von jedem Musikus verlange, daß er, bis auf einen gewissen Grad, vom Blatte spielen könne, so solle auch jeder Schauspieler, ja jeder wohlerzogene Mensch sich üben, vom Blatte zu lesen, einem Drama, einem Gedicht, einer Erzählung sogleich ihren Charakter abzugewinnen.

lesen-018
An Zerstreuung läßt es uns die Welt nicht fehlen. Wenn ich lese, will ich mich sammeln.

lesen-017
Lesen ohne Nachdenken macht stumpf Nachdenken ohne Lesen geht irre.

lesen-016
Wenn ich ein Buch zum zweiten Male lese, entdecke ich die Narben der Vorurteile, die es mir beim ersten Male austrieb.

lesen-015
Die schlechtesten Leser sind die, welche wie plündernde Soldaten verfahren: Sie nehmen sich einiges, was sie brauchen können, heraus, beschmutzen und verwirren das übrige und lästern auf das Ganze.

lesen-014
Um das Gute lesen zu können, ist es Bedingung, daß man das Schlechte nicht lese.

lesen-013
Schreiben heißt einen Gedanken in Starrkrampf versetzen. Lesen heißt den Starrkrampf lösen.

lesen-012
Ich träumte von den Schmerzen der Dichter ich weinte mit ihnen ihre schönsten Tränen, ich empfand sie nach bis zum Herzensgrunde sie ergriffen, zerrissen mich, und zuweilen war mir, als machte mich der Enthusiasmus, den sie mir einflößten, zu ihresgleichen.

lesen-011
Faßt man nicht auf, was man liest, so darf man sich nicht darauf versteifen, es verstehen zu wollen, sondern muß die Lektüre aufgeben, um sei an einem anderen Tage oder zu einer anderen Stunde wieder aufzunehmen, und man wird mühelos dem Autor folgen. Scharfblick wie Phantasie besitzt man nicht in jedem Augenblick. Nicht immer ist man gestimmt für eine fremde Geistesart.

lesen-010
Liest doch nur jeder aus dem Buch sich heraus, und ist er gewaltig, so liest er in das Buch sich hinein, amalgamiert sich das Fremde. Ganz vergebens strebst du daher, durch Schriften des Menschen schon entschiedenen Hang und seine Neigung zu wenden, aber bestärken kannst du ihn wohl in seiner Gesinnung.

lesen-009
Und daß deine Söhne nur lesen, sofern es zum Sinne ihrer Bildung gehört.

lesen-008
Lesen heißt, mit einem fremden Kopf statt dem eigenen zu denken. Nun ist aber dem eigenen Denken, aus welchem allemal ein zusammenhängendes Ganzes, ein wenn auch nicht streng abgeschlossenes System sich zu entwickeln trachtet, nichts nachteiliger als ein vermöge beständigen Lesens zu starker Zustrom von Gedanken.

lesen-007
Wer den Leser kennt, der tut nichts mehr für den Leser. Noch ein Jahrhundert Leser, und der Geist selber wird stinken.

lesen-006
Zu verlangen, daß einer alles, was er je gelesen, behalten hätte, ist wie verlangen, daß er alles, was er je gegessen hätte, noch in sich trüge. Er hat von diesem leiblich, von jenem geistig gelebt und ist dadurch geworden, was er ist.

lesen-005
Du bist über die Kinderjahre Du mußt also nicht nur zum Vergnügen, sondern zur Besserung Deines Verstandes und Deines Willens lesen.

lesen-004
Nicht viel lesen, sondern gut Ding viel und oft lesen macht fromm und klug dazu.

lesen-003
Man liest manches Buch mit einem Gefühl, als ob man dem Verfasser ein Almosen erteilte.

lesen-002
Mitunter las ich ein Buch mit Vergnügen und verwünschte den Autor.

lesen-001
über jedem guten Buche muß das Gesicht des Lesers von Zeit zu Zeit hell werden. Die Sonne innerer Heiterkeit muß sich zuweilen von Seele zu Seele grüßen.

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Über eine nette Grußkarte freut sich jeder