Bei an Weib Glück habn, das kann jeder Bua, aber mit an Weib glücklich sein, da ghört viel dazua.
Alle großen Verführer wissen, daß Diskretion Voraussetzung des Erfolges ist. Die selbstauferlegte Schweigepflicht der wahren Frauenhelden ist kaum weniger streng als die der ärzte.
Mit Humor kann man Frauen am leichtesten verführen denn die meisten Frauen lachen gerne, bevor sie anfangen zu küssen.
Weh dem Manne, den weibliches Erröten mutig macht! (Karlos)
Fortes adiuvat ipsa Venus. Venus selbst hilft den Kühnen.
Die Werbung besteht aus einer Anzahl stiller Aufmerksamkeiten, die weder so stark hervortreten, daß sie alarmieren, noch so vage sind, daß sie nicht verstanden werden.
Ein neu Gefühl, ein fremdes, sprech ich aus, und sprech ich's übel, denke, Königin, daß du die erste bist, die mich's gelehrt. (Hippolyt)
Die Forderung geliebt zu werden, ist die größte der Anmaßungen.
Freundschaft hält Stand in allen anderen Dingen, nur in der Liebe Dienst und Werbung nicht. Drum brauch' ein Liebender die eigne Zunge, es rede jeglich Auge für sich selbst, und keiner trau' dem Anwalt: Schönheit weiß durch Zauberkünste Treu in Blut zu wandeln. (Claudio)
Die Frauen, von denen die Männer meinen, sie seien ihnen über den Weg gelaufen, haben sich ihnen in den meisten Fällen in den Weg gestellt.
Welches Fest man auch ersann, ward umsonst begangen: Pfänderspiel und Dritter Mann wollten nicht verfangen heute sind die Narren los: Liebchen, öffne deine Schoß! Bleibt wohl einer hangen. (Mutter)
Was nicht reizt, ist tot. (Prinzessin)
Ein Tor ist immer willig, wenn eine Törin will.
Ich wittre Unterhaltung bei ihr: Sie diskutiert, sie legt vor, sie schilt mit dem Seitenblick der Aufforderung: Ich konstruiere mir die Wendungen ihres vertraulichen Stils, und die schwierigste Passage ihres Betragens, in reines Englisch übersetzt lautet: Ich bin Sir John Falstaffs. (Falstaff)
Sagt, daß Ihr mich nicht liebt, doch sagt es nicht mit Bitterkeit: Der Henker, dessen Herz des Tods gewohnter Anblick doch verhärtet, fällt nicht das Beil auf den gebeugten Nacken, bis er sich erst entschuldigt. (Silvius)
Ich muß mich ansehn wie eine Person, die ich noch gar nicht kenne denn wahrhaftig, hätte er nicht eine Seite an mir entdeckt, von der ich selber gar nichts weiß, er hätte es nicht gewagt, mit solcher Wut zu entern. (Frau Page)
Die größte Kunst im Lieben ist, daß man schweigen kann.
Bei Mädchen ist er gern mit Tändelei zufrieden, er redet Sentiments und ist nicht zu ermüden, doch wenn nur eine Frau ein wenig spröde tut, so wundert er sich sehr und greift nach seinem Hut. (Sophie)
Ein Mädchen, das lacht, ist schon halb gewonnen.
Wie leicht wird's hübschen Gleißnern nicht, ihr Bild der Weiber weichen Herzen einzuprägen! (Viola)
In der Liebe gleicht der Reiz der Neuheit dem Schmelz, der über den Früchten liegt: Er gibt ihr einen Glanz, der leicht verblaßt und niemals wiederkehrt.
Junge Leute sind bei Frauen verschämte Reiche und die Greise freche Bettler.
Geschmeid'ge Sklaven, wenn sie um uns werben, sind sie Tyrannen gleich, wo sie besitzen. (Turandot)
Traut seinen Schwüren nicht: Denn sie sind Kuppler, nicht von der Farbe ihrer äußern Tracht, Fürsprecher sündlicher Gesuche bloß, gleich frommen, heiligen Gelübden atmend, um besser zu berücken. (Polonius)
Mädchen, fürchtet rauher Leute buhlerische Wollust nie! Die im ehrfurchtvollen Kleide viel von unschuldsvoller Freude reden, Mädchen, fürchtet die!
Diese Gesellen von endloser Zunge, die sich in die Gunst der Frauen hineinreimen können, wissen sich auch immer herauszuvernünfteln. (König Heinrich)
Kann der Blick nicht überzeugen, überred't die Lippe nicht. (Berta)
Als ich zum erstenmal dich sah, verstummten meine Worte es löste all mein Denken sich in schwellende Akkorde. Drum steh' ich arm Trompeterlein musizierend auf dem Rasen, kann dir nicht sagen, was ich will, kann meine Lieb' nur blasen.
Und wären die Mädchen noch so blöde, und wären die Weiber noch so spröde: Doch allen wird so liebebang, bei Zaubersaiten und Gesang.
Der Mutter schenk ich, die Tochter denk ich.
Don Juan ist nicht der Mann, der die Frauen liebt, sondern der Mann, den die Frauen lieben.
Die Mehrzahl der Frauen ergibt sich eher aus Schwäche als aus Leidenschaft: Daher kommt es, daß unternehmungslustige Männer gewöhnlich eher zum Ziele gelangen als die andern, obwohl sie nicht liebenswerter sind.
Geh den Weibern zart entgegen, du gewinnst sie, auf mein Wort. Und wer rasch ist und verwegen, kommt vielleicht noch besser fort. Doch wem wenig dran gelegen scheinet, ob er reizt und rührt, der beleidigt, der verführt.
Sie ist ein Weib, drum darf man um sie werben. Sie ist ein Weib, drum kann man sie gewinnen. (Demetrius)