Hier ruht ein Arzt, ein Mann voll Wißbegier, im Studium wollte er nie Ruhe haben, drum ist er auch nach seinem Tode hier noch zwischen seinen Werken all begraben.
Was muß wohl unserm Arzt im Kopfe liegen, ein Haus so nah, am Kirchhof sich zu baun? "Freund, kennst du nicht das Künstlern eigene Vergnügen, stets ihre Werke zu beschaun?"
Wenn ein Arzt hinter dem Sarg eines Patienten geht, folgt manchmal tatsächlich die Ursache der Wirkung.
"Ach, niemand ist beglückt vor seinem Tod zu nennen..." Wie glücklich uns die ärzte machen können!
Kranke führen über ärzte leichtlich nicht Beschwerden. Jenen können diese stopfen fein das Maul mit Erden.
Das Geheimnis der Medizin besteht darin, den Patienten abzulenken, während die Natur sich selber hilft.
Es gibt nur eine Heilkraft, und das ist die Natur in Salben und Pillen steckt keine. Höchstens können sie der Heilkraft der Natur einen Wink geben, wo etwas für sie zu tun ist.
Sabinus hat mir zwar das kalte Weh vertrieben, mich aber durch den Lohn schier wieder aufgerieben, derhalben sag' ich frei, ich weiß ihm keinen Dank, vor diesem war mein Leib, jetzt ist mein Beutel krank.
Die ärzte glauben, ihrem Patienten sehr viel genützt zu haben, wenn sie seiner Krankheit einen Namen geben.
Man ist sehr übel dran, daß man den ärzten nicht recht vertraut und doch ohne sie sich gar nicht zu helfen weiß.
Man sollte niemals zu einem Arzt gehen, ohne zu wissen, was dessen Lieblingsdiagnose ist.
Aus den ärzten ist nichts zu bringen. Man weiß niemals, ob sie etwas geheimhalten oder ob sie selbst nicht wissen, woran sie sind.
Ach, wenn Sie wüßten, wie schwer es einem Arzte fällt, einen Kranken richtig zu beurteilen, den er von Herzen lieb hat! (Wangel)
Es ist eine alte Tatsache, daß die Kandidaten unserer medizinischen Staatsexamen nach der Prüfung in drei Klassen zerfallen. Die oberste bildet den Stand der Universitätsprofessoren, die mittlere macht die besten ärzte, und die unterste verdient das meiste Geld.
Tierärzte haben es leichter. Die werden wenigstens nicht durch äußerungen ihrer Patienten irregeführt.
Ein Arzt hat eine Aufgabe, als ob ein Mensch in einem dunklen Zimmer in einem Buche lesen sollte.
Die Medizin ist eine Leuchte ins Innere.
Langeweile ist die beste Krankenwärterin.
Der körperliche Zustand hängt sehr viel von der Seele ab. Man suche sich vor allem zu erheitern und von allen Seiten zu beruhigen.
Ein geflicktes Hemd und ein Magen voll Medizin können nicht lange halten.
Die Irrtümer des Arztes sind mit Erde zugedeckt.
Der Arzt ist oft gefährlicher als die Krankheit.
Viele Köche versalzen den Brei. Bewahr uns Gott vor vielen Dienern! Wir aber sind, gesteht es frei, ein Lazarett von Medizinern.
Wenn das Schicksal kommt, ist der Arzt ein Narr.
Läßt sich die Krankheit nicht kurieren muß man sie eben mit Hoffnung schmieren. Die Kranken sind wie Schwamm und Zunder ein neuer Arzt tut immer Wunder.
Die Tür, die dem Bettler verschlossen bleibt, öffnest du dem Arzt.