O, hättest du vom Menschen besser stets gedacht, du hättest besser auch gehandelt! Fluchwürd'ger Argwohn! (Max)
Argwohn wiegt in der reinsten Sphäre sich wie in dem lichten Himmelsblau die Krähe.
Pfui, Argwohn, Spürhund von des Teufels Meute! (Ottokar)
Das Mißtraun ist die schwarze Sucht der Seele, und alles, auch das Schuldlosreine, zieht fürs kranke Aug' die Tracht der Hölle an. (Silvester)
Wachsamkeit ist die Tugend des Lasters.
Laß Argwohn, willst du nicht in Angst und Kummer schweben denn Furcht und Argwohn sind ein steter Tod im Leben.
Fürchte den am meisten, der dir verwandt ist.
Was der Bauer nicht kennt, das ißt er nicht.
Der dich betrügt, ist nahe bei dir.
Du magst so oft, so fein, als dir nur möglich, lügen, mich sollst du dennoch nicht betrügen. Ein einzigmal nur hast du mich betrogen: Das kam daher, du hattest nicht gelogen.
Den Argwohn kannst du leicht betrügen: Sprich wahr, so wird er sich selbst belügen!
Zuviel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zuviel Mißtrauen ist immer ein Unglück.
Was uns hindert, unsere Freunde auf den Grund unseres Herzens blicken zu lassen, ist gewöhnlich nicht so sehr Mißtrauen gegen sie als gegen uns.
Was andere und zutrauen ist meist bezeichnender für sie als für uns.
Argwohn riecht den Braten, ehe das Kalb geschlachtet ist.