Ein Augenblick des Glückes wiegt Jahrtausende des Nachruhms auf.
Denn gestaltlos schweben umher in Persephoneias Reiche massenweis Schatten von Namen getrennt. Wen der Dichter aber gerühmt, der wandelt, gestaltet, einzeln, gesellet dem Chor aller Heroen sich zu.
Wer in unserem Zeitalter sich nicht selber eine Grabschrift aufsetzt, ehe er stirbt, der wird nicht länger im Gedächtnis leben, als die Glocke läutet und die Witwe weint. (Benedict)
Das Wort frönt wie ein Sklav' jeglicher Gruft. Auf jedem Epitaph lügt es Trophäen. Oft schweigt's und dem Gedächtnis ehrwürd'ger Namen läßt es als Vermächtnis Vergessenheit und Staub. (König)
Kirchen muß er stiften, sonst denkt man nicht an ihn. (Hamlet)
Was man getan hat hängt, ganz aus der Mode, wie ein rost'ger Harnisch als armes Monument, dem Spott verfallen. (Ulysses)
Der Nachruhm ist die wahre Unsterblichkeit der Seele.
Der Menschen Sünden leben fort in Erz ihr edles Wirken schreiben wir ihn Wasser. (Griffith)
Das Echo wie der Nachruhm behalten nur die letzten Silben eines Menschen.
Auf den Gräbern wachsen die schönsten Rosen.
Die Stätte, die ein guter Mensch betrat, ist eingeweiht. Nach hundert Jahren klingt sein Wort und seine Tat dem Enkel wieder. (Leonore)
Ruhm wird ohne Schriften alt. (Gloster)
Mich kränkt nicht der Verlust des flücht'gen Lebens, wie dein in mir ersiegter Ruhm. Der trifft den Sinn mehr als dein Schwert mein Fleisch. (Percy)
Geschlecht stirbt. Sippen sterben. Du selbst stirbst wie sie. Doch eins weiß ich, das ewig lebt: Der Toten Tatenruhm.
So feiert ihn! Denn was dem Mann das Leben nur halb erteilt, soll ganz die Nachwelt geben.