Wo nicht immer von oben die Ordnung und Reinlichkeit wirket, da gewöhnet sich leicht der Bürger zu schmutzigem Saumsal, wie der Bettler sich auch an lumpige Kleider gewöhnet.
Alle bedeutenden Menschen, die in ihrer Lebensweise eine gewisse Regelmäßigkeit und feste Grundsätze besitzen, die viel nachgedacht haben und mit den Angelegenheiten des Lebens kein Spiel treiben, können sehr leicht in den Augen oberflächlicher Beobachter als Pedanten erscheinen.
Ordnung ist das halbe Leben.
Ich wünsche herzlich, du möchtest Dich von vornherein bemühen, ein Mann von Methode zu werden denn nichts trägt mehr zur Erleichterung und Beschleunigung der Geschäfte bei als Ordnung und Methode. Beachte dies in Deinen Rechnungen, bei Deiner Lektüre, bei Deiner Zeiteinteilung, kurz, bei jeder Gelegenheit.
Ordnung ist das erste Gesetz des Himmels.
Der Meister kann die Form zerbrechen mit weiser Hand zur rechten Zeit.
Die Welt, sie fühlt die Ordnung als Bedürfnis und braucht nur ihr entsetzlich Gegenteil in voller Blöße nackt vor sich zu sehn, um schaudernd rückzukehren in die Bahn. (Julius)
Der Kampf des Alten, Bestehenden, Beharrenden mit Entwicklung, Aus- und Umbildung ist immer derselbe. Aus aller Ordnung entsteht zuletzt Pedanterie um diese los zu werden, zerstört man jene, und es geht eine Zeit hin, bis man gewahr wird, daß man wieder Ordnung machen müsse.
Wenn die Steine schwimmen, versinken die Blätter.
Habt ihr acht gegeben, was für Menschen am meisten Wert auf strengste Gewissenhaftigkeit legen? Die welche sich vieler erbärmlicher Empfindungen bewußt sind, ängstlich von sich und an sich denken und Angst vor anderen haben.
Regel, wie gleichst du der Kette, die Benjamin Franklin erfunden! Freilich beschützt sie das Haus, doch sie verschluckt auch den Blitz.
Ordnung führt zu allen Tugenden. Was aber führt zur Ordnung?
Ordnungsliebe führt zu strenger Gerechtigkeitsliebe.
In einem aufgeräumten Zimmer ist auch die Seele aufgeräumt.
Da wächst der Wein, wo's Faß ist, es regnet gern, wo's naß ist, zu Tauben fliegt die Taube, zur Mutter paßt die Schraube, der Stöpsel sucht die Flaschen, die Zehrung Reisetaschen, weil alles, was sich rühret, am Schluß doch harmonieret.