Leute, die einen Namen haben, müssen gefaßt sein auf Zuschriften, die keinen haben.
Stars haben mit Sternen gemeinsam, daß sie weit entfernt sind. Kommen sie näher, so sind sie bereits im Fallen.
Lieber Attentate als Ovationen.
Das wahre Große in der Welt ist immer nur das, was nicht gleich gefällt. Und wen der Pöbel zum Gotte weiht, der steht auf dem Altar nur kurze Zeit.
Er ist ein ganz erbärmlicher Mensch, ein Schelm und überdies ein Narr, so recht ein Kerl, von dem die Leute gerne glauben, es stecke etwas hinter ihm verborgen. (Scapin)
Daß allen er gefallen kann, geht schwerlich, glaub ich, jedem an als dem, bei dem hat gleichen Preis Gott, Teufel, recht, krumm, schwarz und weiß.
Die Weltgunst ist ein Meer: Darin versinkt, was schwer was leicht ist, schwimmt daher.
Auf große Popularität kann nur derjenige rechnen, der seinen Zeitgenossen Gemeinplätze in volltönenden Worten zum besten gibt. Das Publikum liebt jene Schriftsteller am meisten, in deren Werken es seine eigene Weisheit anstaunen kann.
Popularität ist in Kupfer umgemünzter Ruhm. (Don Sallust)
Schön ist es doch, wenn auf dich gezeigt wird und der Ruf ertönt: Der ist es!
In einem Roman muß die Hauptperson ein bedeutender Charakter sein im wirklichen Leben waltet oft ein glücklicher Zufall und drängt mittelmäßige Menschen in den Vordergrund, die kein andres Verdienst haben, als daß sie eben im entscheidenden Augenblicke zur Hand waren.
Wer in die öffentlichkeit tritt, hat keine Nachsicht zu erwarten und keine zu fordern.
Ein Zirkel nur im Wasser ist der Ruhm, der niemals aufhört, selbst sich zu erweitern, bis die Verbreitung ihn in Nichts zerstreut. (Pucelle)
Doch so ist sein Verdienst: Wer davon spricht, entweiht es schon. So fällt stets unser Wert der Zeiten Deutung heim, und Macht, die an sich selbst zu loben ist, hat kein so unverkennbar Grab, als wenn von Rednerbühnen wird ihr Tun gepriesen. (Aufidius)
Popularität ist wie die Flamme einer Illumination oder auch einer Feuersbrunst, die um einen Mann herum entzündet wird. Sie zeigt, was an ihm ist, vermehrt seine Eigenschaften aber nicht im mindesten. Oft sogar entfremdet sie ihm vieles und verzehrt den armen Mann selbst zu Asche.
Popularität hat für mich immer etwas Unbehagliches.
Sie täten gern große Männer verehren, wenn diese nur auch zugleich Lumpe wären.
Die Kuh kennt den, der sie melkt, aber nicht den, dem sie gehört.
Ein guter Mann ist überall im Lande bekannt. Die gute Frau wird man nur im Umkreis einer Tagesreise kennen.
Der Vater zeigt dich seinem Knaben, ein jeder fragt und drängt und eilt, die Fiedel stockt, der Tänzer weilt. Du gehst, in Reihen stehen sie, die Mützen fliegen in die Höh, und wenig fehlt, so beugten sich die Knie, als käm das Venerabile. (Wagner)