Man ist verloren, wenn man zu viel Zeit bekommt, an sich zu denken.
Der Mensch ist ein dunkles Wesen. Er weiß nicht, woher er kommt, noch wohin er geht, er weiß wenig von der Welt und am wenigsten von sich selber.
Man wirft den Menschen immer vor, daß sie ihre Mängel nicht erkennen. Noch weniger aber kennen sie ihre Stärken. Sie sind wie das Erdreich. In vielen Grundstücken sind Schätze verborgen, aber der Besitzer weiß nichts von ihnen.
Cäsar wurde ermordet, da schrie sein Schneider nach Waffen. "Wer ist noch sicher in Rom", rief er, "wenn der es nicht war!"
Ein schlechter Mensch kennt sich am besten.
Gerade das aber ist ein Beweis dafür, daß wir auf dem Weg der Besserung sind, wenn wir unsere Fehler, von denen wir bisher nichts wußten, klar erkennen. Manche Kranke beglückwünscht man, wenn sie anfangen, sich krank zu fühlen.
Wenn ich bedenke, wie man wenig ist, und was man ist, das blieb man andern schuldig. (Prinzessin)
Ob ich gleich selbst am besten wissen muß, wo in meinem Stall die Zäume hängen, so ist es doch immer sehr interessant, sich mit einem verständigen und einsichtsvollen Manne über sich selbst zu unterhalten.
Sämtliche Spiegel sind nutzlos, wenn man zu spät hineinschaut.
Ich fürchte, mich zu kennen, und kann mich doch nicht ignorieren.
über Dinge, die dich selbst angehen, mußt du andere fragen.
Willst du dich selber erkennen, so sieh, wie die andern es treiben! Willst du die andern verstehn, blick in dein eigenes Herz!
Ich glaube, daß die meisten Menschen besser von andern gekannt werden, als sie sich selbst kennen.
Sie loben mich und machen einen Esel aus mir. Meine Feinde hingegen sagen mir grade heraus, daß ich ein Esel bin: Also nehme ich durch meine Feinde in der Selbsterkenntnis zu, und durch meine Freunde werde ich hintergangen. (Narr)
Das Auge sieht sich nicht als nur im Widerschein, durch andre Dinge. (Brutus)
Der Mensch ist der Spiegel des Menschen.
Es ist wohl angenehm, sich mit sich selbst beschäftigen, wenn es nur so nützlich wäre. Inwendig lernt kein Mensch sein Innerstes erkennen denn er mißt nach eignem Maß sich bald zu klein und leider oft zu groß. Der Mensch erkennt sich nur im Menschen, nur das Leben lehret jeden, was er sei. (Antonio)
Kein Mensch weiß, was in ihm schlummert und zutage kommt, wenn sein Schicksal anfängt, ihm über den Kopf zu wachsen.
Wirke! Nur in seinen Werken kann der Mensch sich selbst bemerken.
Wie kann man sich selbst kennenlernen? Durch Betrachten niemals, wohl aber durch Handeln. Versuche, deine Pflicht zu tun, und du weißt gleich, was an dir ist!
Erkenne dich! Was soll das heißen? Es heißt: Sei nur und sei auch nicht! Es ist eben einen Spruch der lieben Weisen, der sich in der Kürze widerspricht.
Hierbei bekenne ich, daß mir von jeher die große und so bedeutend klingende Aufgabe "Erkenne Dich selbst" immer verdächtig vorkam, als eine List geheim verbündeter Priester, die den Menschen durch unerreichbare Forderungen verwirren und von der Tätigkeit gegen die Außenwelt zu einer innern falschen Beschaulichkeit verleiten wollten.