Selig, wer ohne Sinne schwebt wie ein Geist auf dem Wasser, nicht wie ein Schiff - die Flaggen wechselnd der Zeit und Segel blähend, wie heute der Wind weht. Nein, ohne Sinne, dem Gott gleich, selbst sich nur wissend.
Wir nehmen nichts Sicheres wahr, sondern unsere Wahrnehmungen sind abhängig von der Verfassung unseres Körpers.
Die Sinne betrügen nicht. Nicht, weil sie immer richtig urteilen, sondern weil sie gar nicht urteilen weshalb der Irrtum immer nur dem Verstande zur Last fällt.
Wenn sich Herz und Mund erlaben, will die Nase auch was haben.
Die Sinne betrügen die Vernunft, und die Leidenschaften der Seele verwirren die Sinne: Sie lügen und betrügen sich um die Wette.
Das Tier wird durch seine Organe belehrt. Der Mensch belehrt die seinigen und beherrscht sie.
Der Mensch ist eine Sonne. Seine Sinne sind seine Planeten.