Ein Untergebener glänzt leicht zu hell denn wisse dies, o Silius: Besser nichts tun, als zuviel Ruhm erwerben durch tapfre Tat, wenn unsre Obern fern. (Ventidius)
Denn wenn der Mächtige des Streits ermüdet, wirft er behend auf den geringen Mann, der arglos ihm dient, den blutgen Mantel der Schuld und leicht gereinigt steht er da. (Zweiter Chor, Bohemund)
Wenn Diener löblich raten, so sind's der Herren Taten. Wenn Herren gräßlich fehlten, ist's Dienern zuzuzählen.
Dann heiß sei schleichen in die dichte Laube, wo Geißblattranken, an der Sonn' erblüht, der Sonne Zutritt wehren: Wie Günstlinge, von Fürstenstolz gemacht, mit Stolz verschatten die Kraft, die sie erschaffen. (Hero)
Je mehr Hilfe ein Mann in seine Kornfelder bekommt, desto weniger bekommt er Korn.
Ein unterrichtetes Volk läßt sich leicht regieren.
Ich will mit eisenköpf'gen Narr'n verhandeln, mit unbedachten Burschen. Keiner taugt mir, der mich mit überlegtem Blick erspäht. (Richard)
Die Nullen, folgen sie der Eins, wird eine große Zahl daraus!
O flücht'ge Gnade sterblicher Geschöpfe, wonach wir trachten vor der Gnade Gottes! Wer Hoffnung baut in Lüften eurer Blicke, lebt wie ein trunk'ner Schiffer auf dem Mast, bereit, bei jedem Ruck hinabzutaumeln in der verderbenschwangeren Tiefe Schoß. (Hastings)
Die Leute, die sich für einen Fürsten begeistern, weil sie einmal gut behandelt worden sind, kommen mir vor wie Kinder, die nach einer Prozession Pfarrer und nach einer Truppenparade Soldat werden wollen.
Wes Brot ich esse, des Lied ich singe.
Wer dem Laufe der Sonne folgt, wird niemals frieren, und wer dem Herrn oder Herrin folgt, den wird nie hungern.
Dankt Gott mit jedem Morgen, daß ihr nicht braucht für's Römische Reich zu sorgen! Ich halt es wenigstens für reichlichen Gewinn, daß ich nicht Kaiser oder Kanzler bin. (Brander)