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Zitat Grusskarten: v-vergangenheit

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vergangenheit-020
Die Vergangenheit sollte ein Sprungbrett sein, nicht ein Sofa.

vergangenheit-019
Der, dessen Vergangenheit frei ist von Schuld, kann sich in ihr ergehen wie in einem friedlichen Garten.

vergangenheit-018
Diejenigen, die sich nicht der Vergangenheit erinnern, sind verurteilt, sie erneut zu durchleben.

vergangenheit-017
Hier wird es deutlich, wie notwendig der Mensch neben der monumentalischen und antiquarischen Art, die Vergangenheit zu betrachten, oft genug eine dritte Art nötig hat: Die kritische. Und zwar auch diese wiederum im Dienste des Lebens. Er muß die Kraft haben und von Zeit zu Zeit anwenden, eine Vergangenheit zu zerbrechen und aufzulösen, um leben zu können. Dies erreicht er dadurch, daß er sie vor Gericht zieht, peinlich inquiriert und endlich verurteilt.

vergangenheit-016
Gerade den besten Gesetzen der Vorfahren geben wir leichten Herzens den Abschied. Geht es aber um Verhältnisse, die sie klüger hätten gestalten können, da greifen wir sogleich und mit Freuden zu jener billigen Ausrede von der guten Tradition und verbeißen uns in das Althergebrachte wie wütende Köter.

vergangenheit-015
Die Welt ist nicht schlechter geworden. Nur die Nachrichtendienste wurden besser.

vergangenheit-014
Man klagt, daß alte Lieb' und Treue sei verloren, daß aller Segen sich verkehrt in einen Fluch allein, wenn ich die Zeit, die vorhergeht, durchsuch', so dank' ich Gott, daß ich in dieser bin geboren.

vergangenheit-013
Wann war die goldne Zeit? Welt hat ja allezeit geklaget über Krieg, Not, Sünd und Sterblichkeit.

vergangenheit-012
Chinesische, indische, ägyptische Altertümer sind immer nur Kuriositäten. Es ist sehr wohlgetan, sich und die Welt damit bekannt zu machen zu sittlicher und ästhetischer Bildung aber werden sie uns wenig fruchten.

vergangenheit-011
Unter mancherlei wunderlichen Albernheiten der Schulen kommt mir keine so vollkommen lächerlich vor als der Streit über die Echtheit alter Schriften, alter Werke. Ist es denn der Autor oder die Schrift, die wir bewundern oder tadeln?

vergangenheit-010
Den allermeisten von denen, welche von ihrer Universitätszeit an so selbstgefällig und ohne Scheu in den erstaunlichen Trümmern jener antiken Welt herumwandern, sollte eigentlich aus jedem Winkel eine mächtige Stimme entgegentönen: "Weg von hier, ihr Uneingeweihten, ihr niemals Einzuweihenden! Flüchtet schweigend aus diesem Heiligtum!"

vergangenheit-009
Alles, was man gemeinhin Vergangenheit nennt, ist im Grunde nur eine leiser und dunkler gewordene Art der Gegenwart.

vergangenheit-008
Die Schriften der Alten, die guten Schriften von Kraft und Saft, können mich fast zu allem bewegen, wozu sie wollen, und diejenige Schrift, die ich gerade lese, scheint mir jedesmal die überzeugendste. Ich finde, daß sie alle der Reihe nach Recht haben, mögen sie sich auch oft widersprechen.

vergangenheit-007
Die Werke der Alten sind der Nordstern für jedes künstlerische oder literarische Streben. Geht der euch unter, so seid ihr verloren!

vergangenheit-006
Wer nicht von dreitausend Jahren sich weiß Rechenschaft zu geben, bleib im Dunkeln unerfahren, mag von Tag zu Tage leben.

vergangenheit-005
Erzähle mir die Vergangenheit, und ich werde die Zukunft erkennen!

vergangenheit-004
Wer das Vergangene kennte, der wüßte das Künftige. Beides schließt an heute sich rein als ein Vollendetes an.

vergangenheit-003
Die Menschen der alten Zeit sind auch die der neuen, aber die Menschen von gestern sind nicht die von heute.

vergangenheit-002
Es gibt wenig Menschen, die sich mit dem Nächstvergangenen zu beschäftigen wissen. Entweder das Gegenwärtige hält uns mit Gewalt an sich oder wir verlieren uns in die Vergangenheit und suchen das völlig Verlorene.

vergangenheit-001
Nichts ist zarter als die Vergangenheit. Rühre sie an wie ein glühend Eisen denn sie wird dir sogleich beweisen, du lebest auch in heißer Zeit!

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Über eine nette Grußkarte freut sich jeder