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Zitat Grusskarten: w-wesen

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wesen-028
Ein neues Lebensalter, eine neue Lebenslage - und derselbe Mensch wird ein ganz anderer.

wesen-027
Unser Ich gleicht den Flüssen, die ihren Namen beibehalten und stets anderes Wasser rollen.

wesen-026
Ich bin kein ausgeklügeltes Buch ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch.

wesen-025
Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.

wesen-024
Ein Mensch ohne Fehler ist kein vollkommener Mensch.

wesen-023
Jeder trägt den leid'gen Stein zum Anstoß in sich selbst. (Adam)

wesen-022
Jeder Mensch hat die Keime aller menschlichen Eigenschaften in sich. Manchmal kommen die einen zum Vorschein, manchmal die anderen.

wesen-021
Der Sanguiniker ist der genießende, der Choleriker der tätige, der Melancholiker der sehnsüchtige und der Phlegmatiker der leidende Mensch.

wesen-020
Von außen kann auf den Willen allein durch Motive gewirkt werden. Diese können aber nie den Willen selbst ändern: Denn sie selbst haben Macht über ihn nur unter der Voraussetzung, daß er gerade ein solcher ist, wie er ist. Alles, was sie können, ist also, daß sie die Richtung seines Strebens ändern, d. h. machen, daß er das, was er unveränderlich sucht, auf einem anderen Wege suche als bisher.

wesen-019
Der Charakter ist eine psychische Gewohnheit.

wesen-018
Ein Baumstamm, der jahrelang im Wasser liegt, wird nie ein Krokodil.

wesen-017
Hast du etwas, so teile mir's mit, und ich zahle, was recht ist! bist du etwas, o dann tauschen die Seelen wir aus.

wesen-016
Ich habe die Bemerkung gemacht, daß der Charakter fast jedes Menschen einem Lebensalter vorzugsweise angemessen zu sein scheint, so daß er in diesem sich vorteilhafter ausnimmt. Einige sind liebenswürdige Jünglinge, und dann ist's vorbei, andere kräftige, tätige Männer, denen das Alter allen Wert raubt. Manche stellen sich am vorteilhaftesten im Alter dar, als wo sie milder, weil erfahrener und gelassener sind.

wesen-015
Wenn man das Leben genauer betrachtet, wird man öfter finden, daß Menschen, die scheinbar in einem nüchternen und praktischen Berufe aufgehen, ganz in der Stille in einer Ecke ihres Gemütes einen ganz romantischen, ja manchmal phantastischen Blumenwinkel pflegen.

wesen-014
Wer ist weise? Wer von jedermann lernt. Wer ist stark? Wer sich selbst überwindet. Wer ist reich? Wer sich mit dem Seinigen begnügt. Wer ist achtbar? Wer die Menschen achtet.

wesen-013
Du mußt, eines Menschen Wert zu erfassen, ihm erst über andere urteilen lassen.

wesen-012
Ein Mensch zeigt nicht eher seinen Charakter, als wenn er von einem großen Menschen oder irgend von etwas Außerordentlichen spricht. Es ist der rechte Probierstein aufs Kupfer.

wesen-011
Man kann den Charakter eines Menschen nie besser kennenlernen als an seinem Krankenbette, sowie die Gesinnungen während seines Rausches.

wesen-010
In den großen Dingen zeigen sich die Menschen, wie es ihnen zukommt, sich zu zeigen. In den kleinen zeigen sie sich, wie sie sind.

wesen-009
Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gibt ihm Macht!

wesen-008
Der Charakter eines Menschen wird am besten erkannt in der Vertraulichkeit denn da herrscht kein Zwang. Oder in der Leidenschaft denn diese überrennt eines Mannes Grundsätze. Oder endlich in einer neuen, unerprobten Lage denn da läßt ihn die Gewohnheit im Stich.

wesen-007
Am besten erkennt man den Charakter eines Menschen bei Geldangelegenheiten, beim Trinken und im Zorn.

wesen-006
Flüsse und Berge kann man verändern, nicht aber den Menschen.

wesen-005
Der individuelle Charakter ist angeboren. Er ist kein Werk der Kunst oder der dem Zufall unterworfenen Umstände, sondern das Werk der Natur selbst. Er offenbart sich schon im Kinde, zeigt dort im Kleinen, was er künftig im Großen sein wird.

wesen-004
In jedes Menschen Charakter sitzt etwas, das sich nicht brechen läßt: Das Knochengebäude des Charakters.

wesen-003
Suchst du das Höchste, das Größte? Die Pflanze kann es dich lehren. Was sie willenlos ist, sei du es wollend - das ist's!

wesen-002
Jeder muß sich selbst austrinken wie einen Kelch.

wesen-001
Wie an dem Tag, der dich der Welt, verliehen, die Sonne stand zum Gruße der Planeten, bist alsobald und fort und fort gediehen nach dem Gesetz, wonach du angetreten. So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen, so sagten schon Sibyllen, so Propheten, und keine Zeit und keine Macht zerstückelt geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

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Über eine nette Grußkarte freut sich jeder