Wegfall des direkten Mailversandes

Nach 41 Jahren gibt es heute eine wichtige Änderung:

Seit 1984 werden über gruesse.de Grußkarten verschickt. Seit Mitte der 90er Jahre auch per Mail. So haben Millionen von Karten inzwischen über gruesse.de ihre Empfänger erreicht.

Aufgrund vieler Probleme wollte ich eigentlich schon Anfang letzten Jahres gruesse.de komplett schließen. Auch weil inzwischen über WhatsApp und andere Dienste immer mehr Bildchen geteilt werden, die irgendwo heruntergeladen werden und deren Verwendung rechtlich zweifelhaft ist. Dadurch werden zunehmend weniger Karten verschickt.

Das größte Problem ist der Mailversand per Benachrichtigungen.

Die E-Mail-Welt hat sich verändert.

Mehr als die Hälfte aller Karten wird nicht mehr gelesen – sie landen im Spam. Viele Anwender wissen nicht, dass man den Spam-Ordner regelmäßig kontrollieren sollte. Für die Empfänger liegt das Problem dann bei gruesse.de. Absender schreiben mir dann, dass Mails nicht bei den Empfängern ankommen, und bitten mich, den Fehler in gruesse.de zu entfernen.

Probleme, die nicht bei gruesse.de liegen, kann ich jedoch nicht entfernen.

Provider filtern die Mails heraus. An manchen Tagen werden sehr viele Grußkarten verschickt. Da es sich um Benachrichtigungen handelt, ist der Wortlaut immer gleich. Bis auf die Kartennummer. Selbst 2026 ist es den Programmierern der Provider immer noch nicht gelungen, die Spamfilter zuverlässiger zu machen.

Dazu kommen Beschwerden und Anwaltsdrohungen von Firmen. Firmen sehen sehr wohl, dass es Grußkarten sind – pochen aber darauf, dass gruesse.de ihnen „nicht einfach Mails schicken darf“. Rechtlich korrekt. Praktisch absurd. Und alles wegen eines Geburtstagsgrußes vielleicht.

Sie fordern: „Unterlassen Sie sofort weitere Mails!“ Manche verlangen sogar, ich solle Adressen sperren, damit Mitarbeiter keine privaten Grüße mehr empfangen können.

Ich könnte gegen Windmühlen kämpfen. Oder gruesse.de auf die veränderte Situation einstellen.

Deshalb: gruesse.de bleibt! – Aber ohne E-Mail-Versand. Sie können Karten weiter über jedes Mobilgerät teilen, z.B. über WhatsApp, andere Messenger oder SMS – und, sofern Sie ein Mailprogramm installiert haben, auch weiter per Mail. Die Mail kommt dann von Ihnen und nicht mehr von gruesse.de.

Das ist zuverlässiger, moderner – und erspart uns allen den Ärger mit Spam-Filtern und rechtlichen Spitzfindigkeiten.

gruesse.de wird also weiterlaufen.

Vielen Dank für bisher 41 Jahre Treue zu meinem Angebot.