Wie alles anfing: Vom Zoofachhandel zu den ersten Grußkarten im Netz
Meine Geschichte begann in den 1970er Jahren. Damals hatte ich zwei Zoohandlungen mit dem Schwerpunkt Aquaristik. Mit Computern hatte das zunächst wenig zu tun, bis ich mir einen TRS-80 ins Haus holte und anfing, mir das Programmieren selbst beizubringen. Fertige Software gab es in Deutschland schlichtweg noch nicht; wer etwas benötigte, musste es selbst schreiben.
Aus dieser Zeit stammt auch die Grundidee für digitale Grußkarten. Bereits um 1979 betrieb ich eine Mailbox und experimentierte mit der Darstellung von Bildern aus reinen Buchstaben, da es echte Grafiken damals noch nicht gab. Man platzierte Tausende Buchstaben auf der Bildschirmfläche, die im Zusammenspiel den Eindruck eines Bildes erweckten.
Als 1983/1984 das BTX-Netz der Bundespost startete, bot das die perfekte Plattform für mein Angebot, weshalb ich den Sprung dorthin wagte. Zwar war BTX anfangs weit davon entfernt, Millionen von Nutzern zu erreichen, und kämpfte mit zähen Anfängen, aber im Vergleich zu den privaten Mailboxen war es für kommerzielle Angebote die deutlich bessere Adresse.
Dennoch wollte ich den Blick über den Tellerrand wagen und erkundschaftete 1984 zusätzlich das junge Fidonet, um auch dort die Möglichkeiten auszuloten. Letztlich zeigte sich jedoch schnell, dass BTX für dieses Projekt die überlegene Plattform war, weshalb ich dort blieb und den Grundstein für das legte, was später gruesse.de werden sollte.
