1979 - Erste Karten in einer Mailbox

1979 betrieb ich eine Mailbox.

Dies waren private, mit einem Modem an die Telefonleitung angeschlossene Computer.

Nutzer konnten sich mit einem Heimcomputer einwählen, um Textnachrichten zu hinterlassen, Dateien auszutauschen oder digitale Schwarze Bretter zu nutzen. Ein breiter Trend in Deutschland wurde dies allerdings erst in den 1980er‑Jahren.

Eher aus Spaß erstellte ich dort einige Grußkarten.

Die Anfänge: ASCII-Grußkarten in der Mailbox

Lange bevor es bunte Grafiken, Animationen oder das moderne World Wide Web gab, entstanden die allerersten digitalen Grußkarten auf eine ganz andere Art und Weise: aus reinen Buchstaben.

Um das Jahr 1979 kam mir die Idee, solche textbasierten Karten in meiner Mailbox anzubieten. Echte Computergrafiken waren damals noch Zukunftsmusik, also musste eine andere Lösung her.

Mit einem kleinen, selbst geschriebenen Programm platzierte man Tausende Buchstaben, Zahlen und Satzzeichen gezielt auf der Bildschirmfläche. Im geschlossenen Zusammensetzungsbild ergaben sie dann die Konturen von Motiven – eine rein zeichenbasierte Kunstform, die dem Bildschirm den ganz eigenen Charme der Pionierzeit verlieh.

Karten, wie sie damals aussahen


Mailbox Ansi Karte
Mailbox Ansi Karte
Mailbox Ansi Karte
Mailbox Ansi Karte
Mailbox Ansi Karte
Mailbox Ansi Karte
Mailbox Ansi Karte
Über eine nette Grußkarte freut sich jeder