Das Fidonet war ein weltweites, privates Mailbox-Netzwerk, das 1984 von Tom Jennings gegründet wurde, um Computer über Telefonleitungen und Modems miteinander zu vernetzen.
Lange bevor das Internet für Privatleute zugänglich war, funktionierte das Fidonet dezentral:
Einzelne Mailboxen (BBS) riefen nachts in regelmäßigen Abständen vollautomatisch andere Mailboxen an, um Nachrichten, E-Mails (Netmail) und öffentliche Diskussionsforen (Echomail) auszutauschen.
So wanderten Daten über weltweite Knotenpunkte von Rechner zu Rechner.
Für die Nutzer bedeutete das:
Man wählte sich mit einem Akustikkoppler oder Modem direkt in eine lokale Mailbox ein, konnte dort in Textmenüs stöbern, Nachrichten schreiben oder eben – wie in den ganz frühen Tagen – mit reinen Textzeichen experimentieren.
Damals, Mitte 1984, betrieb ich eine Mailbox (die ich bereits seit 1979 hatte) im FidoNet.
So konnten die damals sehr primitiven Karten über das gesamte Fidonetz erreiche.