2004 - Werbung über Bannertausch

Wie ein einziger Bannertausch das System sprengte

Zu den goldenen Zeiten von gruesse.de liefen hier Millionen von Abrufen auf. Nirgendwo im Netz wurden Werbebanner damals so massenhaft und schnell eingeblendet wie hier, weshalb Google AdSense die Seite seinerzeit sogar als Top-Adresse empfahl.

Damals bastelte ich mir auch einen eigenen Bannertausch. Das Konzept klang simpel, stieß in der Praxis aber schnell auf vollkommen unerwartete Grenzen:

Während bei gruesse.de die Abrufe durch die Decke gingen, liefen auf den Partnerseiten kaum Besucher auf.

Die anderen Webmaster bekamen daher kaum Credits zusammen, während ich auf riesigen Mengen hängen blieb.

Um den Betrieb flüssig zu halten, zeigte ich die Banner der Partner in vielen Gratisstunden einfach ohne Gegenleistung an.

Als ich es dann testweise mit einem fremden, externen Bannertausch versuchte, zeigte sich das umgekehrte Problem auf amüsante Weise: Kein einziger anderer Bannertausch war technisch oder kapazitiv in der Lage, die astronomischen Einblendungszahlen von gruesse.de auch nur annähernd zu verarbeiten.

Das Resultat war ein monumentaler Überschuss:

Eines Tages hatte ich zehntausende Credits bei fremden Anbietern angesammelt. Da die anderen Teilnehmer aber schlicht nicht genug eigene Bannerplätze hatten, um das abzufertigen, saß ich auf einem uneinholbaren Berg von Credits fest – und kam von diesem virtuellen Reichtum schlicht nie mehr runter.

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