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Zitat Grusskarten: d-deutschland

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deutschland-039
Scheltet mir nicht die Deutschen! Wenn sie auch Träumer sind, so haben doch manche unter ihnen so schöne Träume geträumt, daß ich sie kaum vertauschen möchte gegen die wachende Wirklichkeit unserer Nachbarn.

deutschland-038
Ungleich dem Süden ist der Deutsche weniger ein redseliges als ein schreibseliges Volk, wie seine Registraturen und Bücherschränke ansagen.

deutschland-037
Die Deutschen sind im Durchschnitt rechtliche, biedere Menschen, aber von Originalität, Erfindung, Charakter, Einheit und Ausführung eines Kunstwerks haben sie nicht den mindesten Begriff. Das heißt mit einem Worte: Sie haben keinen Geschmack.

deutschland-036
Da es der Charakter unserer Landsleute ist, das Gute ohne viel Prunk zu tun und zu leisten, so denken sie selten daran, daß es auch eine Art gebe, das Rechte mit Zierlichkeit und Anmut zu tun.

deutschland-035
Der Scharfsinn war nie ein Nationalbesitz der Teutonen.

deutschland-034
Ein Deutscher ist großer Dinge fähig, aber es ist unwahrscheinlich, daß er sie tut.

deutschland-033
Deutschland, wo die Kräftigen ohne Geist und die Geistigen ohne Kraft sind.

deutschland-032
Er war am Ende doch ein Deutscher, und diese Nation gibt sich gern Rechenschaft von dem, was sie tut.

deutschland-031
Mücken seihen und Kamele schlucken waren stets des deutschen Geistes Mucken.

deutschland-030
Es ist der Charakter der Deutschen, daß sie über allem schwer werden, daß alles über ihnen schwer wird.

deutschland-029
Sie möchten alle Fragen möglichst mit Ja oder Nein, gut oder schlecht, Recht oder Unrecht klar und deutlich entschieden haben. Etwas unklar lassen, abwarten, bis Natur oder Zeit alles erledigen - das können die Deutschen einfach nicht.

deutschland-028
Und es mag am deutschen Wesen einmal noch die Welt genesen.

deutschland-027
Amerika ist Amerika. Deutschland aber will Deutschland und außerdem noch Amerika sein.

deutschland-026
Wir sind viel zu höflich, um vor ansehnlichen Leuten ein Ich zu haben. Ein Deutscher ist mit Vergnügen alles, nur nicht er selber.

deutschland-025
Sagt, ist noch ein Land außer Deutschland, wo man die Nase eher rümpfen lernt als putzen?

deutschland-024
Ein Deutscher braucht nicht alt zu werden, und er findet sich von Schülern verlassen es wachsen ihm keine Geistesgenossen nach. Jeder, der sich fühlt, fängt von vorn an.

deutschland-023
Die Germanen brachten uns die Idee der persönlichen Freiheit, welche diesem Volke vor allem eigen war. Die Reformation kam aus dieser Quelle wie die Burschenverschwörung auf der Wartburg, Gescheites wie Dummes. Auch das Buntscheckige unserer Literatur, die Sucht unserer Poeten nach Originalität und daß jeder glaubt, eine neue Bahn machen zu müssen, sowie die Absonderung und Verisolierung unserer Gelehrten, wo jeder für sich steht und von seinem Punkte aus sein Wesen treibt.

deutschland-022
Das große deutsche Volk der Dichter und Denker.

deutschland-021
Politischen Stolz hat der Deutsche sehr wenig, aber den Kulturstolz auf die Freiheit und Universalität des deutschen Geistes pflegen auch Philister bei uns zu haben. Und das ist ein Glück denn ein solches Gefühl ist notwendig, damit ein Volk sich erhalte und behaupte.

deutschland-020
Viele Deutsche glauben sich jetzt dadurch patriotisch zu zeigen, daß sie Deutschland als Spucknapf gebrauchen, wenn sie in der Fremde sind.

deutschland-019
Deutsche opferten sich recht eigentlich für die Menschheit, gaben ihren Nationalcharakter preis, um Weltbürgerrollen zu spielen, und wurden - nichts!

deutschland-018
Kein Mensch der Welt übertrifft die Germanen an Treue.

deutschland-017
Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen tun.

deutschland-016
Deutschland ist nichts, aber jeder einzelne Deutsche ist viel, und doch bilden sich letztere gerade das Umgekehrte ein. Verpflanzt und zerstreut wie die Juden in alle Welt müssen die Deutschen werden, um die Masse des Guten ganz und zum Heile aller Nationen zu entwickeln, die in ihnen liegt.

deutschland-015
Die Deutschen sind recht gute Leut. Sind sie einzeln, sie bringen's weit.

deutschland-014
Es ist und bleibt die deutsche Art, zu streiten um des Kaisers Bart.

deutschland-013
Verfluchtes Volk! Kaum bist du frei, so brichst du dich in dir selbst entzwei. War nicht der Not, des Glücks genug? Deutsch oder Teutsch, du wirst nicht klug.

deutschland-012
Große Monarchen erzeugtest du und bist ihrer würdig: Den Gebietenden macht nur der Gehorchende groß. Aber versuch' es, o Deutschland, und mach' es deinen Beherrschern schwerer, als Könige groß, leichter, nur Menschen zu sein!

deutschland-011
Deutschland? Aber wo liegt es? Ich weiß das Land nicht zu finden, wo das gelehrte beginnt, hört das politische auf.

deutschland-010
Wo ich den deutschen Körper zu suchen habe, das weiß ich, aber den deutschen Geist, sagt mir, wo findet man den?

deutschland-009
Während aber die Deutschen sich mit Auflösung philosophischer Probleme quälen, lachen uns die Engländer mit ihrem großen praktischen Verstande aus und gewinnen die Welt.

deutschland-008
Ein eigentümlicher Fehler der Deutschen ist, daß sie, was vor ihren Füßen liegt, in den Wolken suchen.

deutschland-007
Ist der Italiener zwischen Haß und Liebe in Bewegung, lebt der Franzose von Eitelkeit, so leben die guten und einfachen Nachkommen der alten Germanen von der Phantasie. Kaum haben sie die unmittelbarsten und für ihren Unterhalt notwendigsten sozialen Interessen befriedigt, so sieht man mit Staunen, wie sie sich in das stürzen, was sie ihre Philosophie nennen. Das ist eine Art Narrheit: Sanft, liebenswürdig und vor allem ohne Bitterkeit.

deutschland-006
Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, zu hohem Zweck im Reiche des Geistes. Die deutsche "Zivilisation" würde ihn als Dieselmotor neu schaffen: Genau, akkurat, voller Kraft, aber ohne Raum für Seelentätigkeit.

deutschland-005
Der schweren deutschen Natur fehlt eine gefährliche Gabe der Franzosen, die Anmut der Sünde. Wenn der Deutsche auf solche Wege gerät, dann er plump und ungeschickt.

deutschland-004
Die Deutschen haben den Verstand in den Händen.

deutschland-003
In Frankreich möchte sich der esprit gern Genie geben. In Deutschland möchte sich das Genie gern esprit geben.

deutschland-002
Man mag von den Deutschen sagen, was man will, und ich bin geneigt, das Härteste von ihnen zu sagen. Aber sie sind jedenfalls ein männliches Volk.

deutschland-001
Gutmütig und tückisch - ein solches Nebeneinander, widersinnig in bezug auf jedes andere Volk, rechtfertigt sich leider zu oft in Deutschland: Man lebe nur eine Zeitlang unter Schwaben!

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Über eine nette Grußkarte freut sich jeder