Die Menschen, in der Regel, verstehen sich aufs Flicken und aufs Stückeln und finden sich in ein verhaßtes Müssen weit besser als in eine bittre Wahl.(Illo)
Kluge schwanken, Weise fehlen, doppelt ist dann ihre Qual. Recht zu handeln, grad zu wandeln, sei des edlen Mannes Wahl.
Es ist besser, ein Problem zu erörtern, ohne es zu entscheiden, als zu entscheiden, ohne es erörtert zu haben.
Die ersten Entschließungen sind nicht immer die klügsten, aber gewöhnlich die redlichsten.
Ach, daß wir doch, dem reinen stillen Wink des Herzens nachzugehn, so sehr verlernen! Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vernehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehen. (Prinzessin)
Entschiedenheit und Folge sind nach meiner Meinung das Verehrungswürdigste am Menschen. Man kann die Ware und das Geld nicht zugleich haben.
Wer darauf besteht, alle Faktoren zu überblicken, bevor er sich entscheidet, wird sich nie entscheiden.
Lernt einsehen, daß man bei Entschlüssen mit der Tat anfangen muß. (Graf)
Die Klugheit gibt nur Rat, die Tat entscheidet. (Leopold)
Eine Frau, die begreift, daß sie den Flug ihres Mannes hemmt, soll sich trennen. Warum hört man von diesem Akt der Liebe nicht?
Die Ehe ist nicht wie heißer Reis, den man ausspucken kann, wenn er einem den Mund verbrennt.
Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
Roma locuta, causa finita. Rom hat gesprochen. Die Sache ist erledigt.
Es ist aber bisweilen schwer zu beurteilen, für welche von zwei Möglichkeiten man sich entscheiden und welches von zwei übeln man über sich ergehen lassen soll, und oft noch schwerer, bei dem gefaßten Entschluß zu bleiben.
Man sage nicht, das Schwerste sei die Tat! Da hilft der Mut, der Augenblick, die Regung. Das Schwerste dieser Welt ist der Entschluß. (Primislaus)
Nicht ohne Schauer greift des Menschen Hand in des Geschicks geheimnisvolle Urne.
Entschlüsse eines Menschen können nie besser sein, als die Informationen und die Einsichten, die er hat.
In der Welt ist es sehr selten mit dem Entweder - Oder getan. Die Empfindungen und Handlungsweisen schattieren sich so mannigfaltig, wie Abfälle zwischen einer Habichts- und einer Stumpfnase sind.
überlasse die Entscheidung nicht der Leidenschaft, sondern dem Verstande!
"Ich weiß recht gut", sagte Eduard, indem sie zusammen den Schloßberg wieder hinaufstiegen, "daß alles in der Welt ankommt auf einen gescheiten Einfall und auf einen festen Entschluß."
Man kann nicht beides haben: Den Rahm und die Butter.
Wenn auch nur wenig Menschen Cäsaren sind, so steht doch jeder einmal an seinem Rubikon.
Auf des Glückes großer Waage steht die Zunge selten ein: Du mußt steigen oder sinken, du mußt herrschen und gewinnen oder dienen und verlieren, leiden oder triumphieren, Amboß oder Hammer sein.