Ein guter Einfall ist wie ein Hahn am Morgen. Gleich krähen andere Hähne mit.
Wie nah wohl zuweilen unsere Gedanken an einer großen Entdeckung hinstreichen mögen?
Die Gedanken eines Menschen sind sein Königreich.
In einer Stunde rinnen viel tausend Körner Sandes. Schnell wie sie bewegen sich im Menschen die Gedanken. (Gordon)
Ein guter Gedanke stählet des Mannes Herz. (Fiesco)
Die Gegenwart eines Gedankens ist wie die Gegenwart einer Geliebten.
Im Gedanken fängt auf jeden Fall eine neue Welt an. Und selbst, wenn das Reiben der einen Gehirnfaser an der anderen ihn erzeugte, so ist er doch etwas anderes als die Gehirnfaser und als der Gehirnfaserstoff.
Wer sich ganz dem Dank entzieht, der erniedrigt den Beschenkten. (Graf)
Wenn sich jemand herzlich bei mir bedankt, so ist mir, als hätte ich ihm einen Pfennig gegeben und er sagte Gotteslohn dafür. (Jacques)
Der ist nie recht dankbar gewesen, der aufhört, dankbar zu sein.
Die Bitte ist immer heiß, der Dank kalt.
Adel ist auch in der sittlichen Welt. Gemeine Naturen zahlen mit dem, was sie tun, edle mit dem, was sie sind.
Dank, des Armen Kasse. (Bolingbroke)
Die Dankbarkeit der meisten Menschen ist nichts als eine geheime Begierde nach größeren Wohltaten.
Es ist mit der Dankbarkeit wie mit der Redlichkeit der Kaufleute: Sie hält den Handel aufrecht. Wir bezahlen nicht, weil es gerecht ist, unsere Schulden zu bezahlen, sondern um leichter wieder Leute zu finden, die uns borgen.
Menschen sind in demselben Maße dankbar, als sie rachgierig sind.
Allzu große Eile, sich von Verbindlichkeiten zu befreien, ist eine Art Undank.
Jene, welche sich der Pflichten der Dankbarkeit entledigen, müssen sich deshalb nicht schmeicheln, dankbar zu sein.
Eine feine Seele bedrückt es, sich jemandem zum Dank verpflichtet zu wissen, eine grobe, jemandem zu Dank verpflichtet zu sein.
Ein dankbarer Mensch - von jeder Tugend trägt er im Busen den fruchtbaren Keim.
Dankbarkeit und Weizen gedeihen nur auf gutem Boden.
Gedenke der Quelle, wenn du trinkst!
Für beides danken: Für das, was wir haben, und für das, was wir nicht brauchen.
Du sollst dankbar sein für das Geringste, und du wirst würdig sein, Größeres zu empfangen.
Das Werdende, das ewig wirkt und lebt, umfaß euch mit der Liebe holden Schranken, und was in schwankender Erscheinung schwebt, befestiget mit dauernden Gedanken! (Der Herr)
Nachdenken enthält eine unerschöpfliche Quelle von Trost und Beruhigung.
Denke oft an heilige Dinge und sei gewiß, daß es nicht ohne Vorteil für Dich abgehe und der Sauerteig den ganzen Teig durchsäure.
Die Frucht des Geistes ist Frieden, Freude und Liebe.
Eng ist die Welt, und das Gehirn ist weit. Leicht beieinander wohnen die Gedanken, doch hart im Raume stoßen sich die Sachen. (Wallenstein)
Gefährliche Gedanken sind gleich Giften, die man zuerst kaum wahrnimmt am Geschmack, allein nach kurzer Wirkung auf das Blut gleich Schwefelminen glühn. (Jago)
Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.
Was wir einen glänzenden Gedanken nennen, ist gewöhnlich nur ein bestechender Ausdruck, der uns mit Hilfe eines Körnchens Wahrheit einen verblüffenden Irrtum aufdrängt.
Wenn es erlaubt ist, allen Worten einen anderen Verstand zu geben, als sie in der üblichen Sprache der Weltweisen haben, so kann man leicht etwas Neues vorbringen.
Jeder Gedanke, auf den Kopf gestellt, gibt einen neuen, und ein Narr im Narrenhaus hat mehr originelle Einfälle als alle Dichter seit Erschaffung der Welt zusammengenommen.
Man wendet einen Gedanken wie einen Anzug, um ihn mehrmals benützen zu können.
Wenn jemand alle glücklichen Einfälle seines Lebens sammelte, so würde ein gutes Werk daraus werden. Jedermann ist wenigstens des Jahres einmal ein Genie.
So werden die Gedanken wohl von der Seele erzeugt, aber der erzeugte Gedanke ist eine unabhängige Macht, für sich fortwirkend, ja, in der menschlichen Seele so anwachsend, daß er seine eigene Mutter bezwingt und sich unterwirft.
Weise erdenken die neuen Gedanken, und Narren verbreiten sie.
Die Gesunden und Kranken haben ungleiche Gedanken.
Liberae sunt nostrae cogitationes. Gedanken sind frei.
Die Empfindungen sind die Vokale, die Gedanken die Konsonanten der Sprache des Innern.
Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.