Gewisse Dinge will ich lieber schlecht nach andrer Willen machen als allein nach meinem gut. (Tempelherr)
Der Grund der Unterwerfung ist Selbstsorge.
Wer sich zum Wurm macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.
Leider ist es eine typisch deutsche Eigenschaft, den Gehorsam schlechthin für eine Tugend zu halten. Wir brauchen die Zivilcourage, "Nein" zu sagen.
Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt.
Es ist kein schönrer Anblick in der Welt, als einen Fürsten sehn, der klug regiert, das Reich zu sehn, wo jeder stolz gehorcht, wo jeder sich nur selbst zu dienen glaubt, weil ihm das Rechte nur befohlen wird. (Antonio)
Wo Verstand befiehlt, ist der Gehorsam leicht.
Weißt du nicht, wer allen am nötigsten tut? Der Großes befiehlt.
"Wer ist ein unbrauchbarer Mann?" Der nicht befehlen und auch nicht gehorchen kann.
Gehorchen mag, wer nicht zu herrschen weiß. (York)
Wo alle Befehle erteilen, braucht keiner zu gehorchen.
Wer der guten Mutter nicht gehorchen will, wird der bösen Stiefmutter gehorchen.
Nur wer gehorchen gelernt hat, kann später auch befehlen!
Gar leicht gehorcht man einem edlen Herrn, der überzeugt, indem er uns gebietet. (Antonio)
Gehorsam ist der Anfang aller Weisheit.
Die Autorität zwingt, aber die Vernunft überzeugt zum Gehorsam.
Der Gehorsam ist ein erhabener Vorzug, dessen nur die vernünftige Kreatur fähig ist.