Grusskarten Kopfbild

Zitat Grusskarten: j-jugend

Seite 0 Zur Kartenübersicht Seite 0
jugend-053
Es ist der Fehler des Jünglings, sich immer für glücklicher oder unglücklicher zu halten, als er ist. (Strato)

jugend-052
Der Jüngling reifet zum Manne besser im stillen reift er zur Tat oft, als im Geräusche wilden, schwankenden Lebens.

jugend-051
Wenn sich die Jugend der Geschlechtsreife nähert, tritt ein gewisser sonderbarer Ernst ein, Liebe zur Einsamkeit und Stille. Man hat den Glotzer, wie man im Süden spricht, starrt stundenlang auf einen Fleck, aber nicht in Gedanken, wohl aber in dunkeln, unbekannten Gefühlen verloren.

jugend-050
In der Jugend traut man sich zu, daß man den Menschen Paläste bauen könne, und wenn es um und an kömmt, so hat man alle Hände voll zu tun, um ihren Mist beiseitebringen zu können.

jugend-049
Wenn einem Manne, der zu einem Alter von vierzig Jahren gekommen ist, die grausamen Wahrheiten, die ärgerlichen Entdeckungen, die Geheimnisse der Gesellschaft, welche die Wissenschaft eines Weltmanns bilden, im Alter von zwanzig Jahren bekannt gewesen wären, so wäre er entweder in Verzweiflung verfallen oder er hätte sich selbst aus Vorsatz verdorben.

jugend-048
Wie leicht der Jüngling schwere Lasten trägt und Fehler wie den Staub vom Kleide schüttelt! (Antonio)

jugend-047
Man muß jung sein, um große Dinge zu tun.

jugend-046
Junge Menschen sollten ins Ausland reisen, damit sie aus eigener Anschauung erfahren, daß es überall Mut, Talente, Weisheit und Tatkraft gibt, und sie das Vorurteil ablegen, es sei anderswo schlechter als in ihrem Vaterland.

jugend-045
Eine große Reise zu tun ist für einen jungen Mann äußerst nützlich.

jugend-044
Nur leidet er gar zu sehr an den affectionibus juventutis, indem er sich ein äußerst heftig absprechendes Urteil erlaubt, das denn doch oft eine große Beschränktheit andeutet. Dieses schadet ihm nicht allein innerlich, indem es ihn für guten, fördernden Rat unempfänglich macht, wie ich bei verschiedenen Gelegenheiten bemerken können, teils äußerlich, in bezug auf die Gesellschaft, indem er sich, ganz ohne Not und Zweck, Widersacher, Feinde und strenge Richter aufregt.

jugend-043
Das Alter wägt und mißt es, die Jugend spricht: So ist es.

jugend-042
Wehe dir, daß du kein Tor warst jung, da die Grazie dir Duldung noch erflehte! Du wirst, Stax, nun im Alter es sein.

jugend-041
Jungen Leuten ist Freude und Ergötzen so vonnöten wie Essen und Trinken.

jugend-040
Ist nicht das Jünglingsalter kühn und bleibt nicht gern auf halbem Wege stehn, vor allem wo Verbotnes lockt? (Priester)

jugend-039
In der Jugend ist ihm ein froher Gefährte der Leichtsinn, der die Gefahr ihm verbirgt und heilsam geschwinde die Spuren tilget des schmerzlichen übels, sobald es nur irgend vorbeizog.

jugend-038
Wie tumkühn ist doch die Jugend!

jugend-037
Jüngling, trauerst du in Jahren, wo die Pflicht sich freuen heißt? Schäme dich - so frisch an Haaren, Jüngling, und so schwach an Geist!

jugend-036
Deinen Jahren verzeiht man zehn Ausschweifungen vor einer einzigen Grille. (Präsident)

jugend-035
Jugend ist des Traurens Feind, schicket wider das ins Feld: Musik, Buhlschaft, Wein und Spiel und den General, das Geld.

jugend-034
Der Mensch löst sich freilich gar zu geschwind von denen los, denen er noch manchen Rat und Beistand verdanken könnte, doch diese Unart dient zu seinem Glück, wenn er sich dereinst selbst helfen muß.

jugend-033
Wer sich noch in dem Zustand befindet, wo andere für ihn sorgen müssen, der muß gegen seine eigene Handlungsweise ebenso geschützt werden wie gegen äußere Unbill.

jugend-032
Wenn die Jugend das Wort "Ungebundenheit" auf ihre Fahne malt, so verrät sie dadurch nur, daß sie nach Gebundenheit und Führung verlangt.

jugend-031
Die sogenannte romantische Poesie zieht besonders unsere jungen Leute an, weil sie der Willkür, der Sinnlichkeit, dem Hange nach Ungebundenheit, kurz der Neigung der Jugend schmeichelt.

jugend-030
Das Alter stockt wie ein bejahrter Baum, und wenn er nicht verdorrt, scheint er derselbe. Aus deiner lieblichen Gestalt, du süßer Knabe, entwickelt jeder Frühling neue Reize. Man möchte dich stets halten, wie du bist, und immer, was du werden sollst, genießen. (Polymetis)

jugend-029
Die Jugend folgt, ein Rosenblatt, den Winden.

jugend-028
Du bist doch des Lobes voll für den Homer, und dieser erklärte doch die erste Zeit des Bartsprossens für die lieblichste Zeit der Jugend. (Sokrates)

jugend-027
Unsere Jugend sammelt nur Seufzer für das Alter.

jugend-026
Auf zeitigen Frühling währt der Sommer wenig. (Gloster)

jugend-025
Wer kükenklug ist, wird nicht huhnalt.

jugend-024
An einem jungen Menschen ist es in intellektueller und auch in moralischer Hinsicht ein schlechtes Zeichen, wenn er im Tun und Treiben der Menschen sich recht früh zurechtzufinden weiß, sogleich darin zu Hause ist und wie vorbereitet in dasselbe eintritt: Es kündet Gemeinheit an. Hingegen deutet in solcher Beziehung ein befremdetes, stutziges, ungeschicktes und verkehrtes Benehmen auf eine Natur edlerer Art.

jugend-023
Jung bleib ich, weil ich gern lache, mir und andern Freude mache, schöpf am Born, dem überreichen, ohne neidisch zu vergleichen, dankend dem, der mit dem Leben Kraft mir zum Genuß gegeben. Wo ich blicke, schau ich Wonne: Lenzerwachen, Frühlingssonne, sommerliche Rosenlauben, Herbstes glutdurchtränkte Trauben, Winterglück am eignen Herde. O, du freudenreiche Erde! In mir klingen Jubeltöne, brennt für alles Edle, Schöne heilige Begeisterung. Darum, siehst Du, bleib ich jung.

jugend-022
Alt werden, das ist Gottes Gunst. Jung bleiben, das ist Lebenskunst.

jugend-021
"Sprich, wie du dich immer und immer erneust?" Kannst's auch, wenn du immer am Großen dich freust. Das Große bleibt frisch, erwärmend, belebend im Kleinlichen fröstelt der Kleinliche bebend.

jugend-020
"Sag nur, wie trägst du so behäglich der tollen Jugend anmaßliches Wesen?" Fürwahr, sie wären unerträglich, wär ich nicht auch unerträglich gewesen.

jugend-019
Gönn der Jugend nur ihre Freude! Sie hat noch keine Blume weggefreut, noch keine Lerche aus der Luft, kein Lied noch jemals aus der Welt mit fortgesungen und keine Flöte fortgetanzt! Sie läßt das Schöne, Holde alles da. Sie selbst nur schwirrt im Herbst nachts wie die Schwalbe fort, und Stille herrscht am Morgen um das Haus.

jugend-018
Wenn man mit der Welt nicht ganz fremd werden will, so muß man die jungen Leute gelten lassen für das, was sie sind, und muß es wenigstens mit einigen halten, damit man erfahre, was die übrigen treiben.

jugend-017
Ich glaube, daß unsere Seelen sich bereits mit zwanzig Jahren zu dem Grade entwickelt haben, auf dem sie sein sollen und wo sie alles das versprechen, was sie vermögen. Eine Seele, die in diesem Alter noch keine überzeugende Hoffnung von ihren Kräften blicken läßt, gibt auch später keine Beweise mehr davon.

jugend-016
Die vielbesprochene Wertherzeit gehört, wenn man es näher betrachtet, freilich nicht dem Gange der Weltkultur an, sondern dem Lebensgang jedes Einzelnen, der mit angeborenem freiem Natursinn sich in die beschränkenden Formen einer veralteten Welt finden und schicken lernen soll. Gehindertes Glück, gehemmte Tätigkeit, unbefriedigte Wünsche, sind nicht Gebrechen einer besonderen Zeit, sondern jedes einzelnen Menschen.

jugend-015
Junge Rebe muß verdorren, kommt sie neben alten Knorren.

jugend-014
Was nicht blüht, das körnert nicht.

jugend-013
Was jung ist, will jung sein. Das ist so Brauch. Als wir jung waren, wollten wir's auch.

jugend-012
Dies ist der Jugend edelster Beruf: Die Welt, sie war nicht, eh ich sie erschuf! Die Sonne führt ich aus dem Meer herauf mit mir begann der Mond des Wechsels Lauf. Da schmückte sich der Tag auf meinen Wegen, die Erde grünte, blühte mir entgegen. Auf meinen Wink, in jener ersten Nacht, entfaltete sich aller Sterne Pracht. (Baccalaureus)

jugend-011
O schilt das goldne Jugendalter nicht! Der Kopf ist rasch, allein das Herz ist gut. (Medea)

jugend-010
Nimmer begreift der Gesunde die Krankheit, nimmer die Jugend, daß ihr reiches Gemüt je zu verarmen vermag.

jugend-009
Die Heiterkeit und der Lebensmut unserer Jugend beruht zum Teil darauf, daß wir, bergauf gehend, den Tod nicht sehen, weil er am Fuß der anderen Seite des Berges liegt.

jugend-008
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

jugend-007
Schnell fertig ist die Jungend mit Wort, das schwer sich handhabt wie des Messers Schneide. Aus ihrem heißen Kopfe nimmt sie keck der Dinge Maß, die nur sich selber richten. (Wallenstein)

jugend-006
Jugendlicher Verstand gleicht dem Eis im Frühling.

jugend-005
Jugend ist Trunkenheit ohne Wein.

jugend-004
Jungsein heißt: Nie fertig sein, immer wieder lernen, versuchen, umstoßen, verfluchen, irrelaufen und dennoch wieder die Tür zur eigenen Stube finden. Wer jung ist, bleibt es bis zum letzten Atemzuge denn Jugend ist nichts anderes als eine innere Haltung.

jugend-003
Die Jugend ist uneigennützig im Denken und Fühlen. Sie denkt und fühlt deshalb die Wahrheit am tiefsten und geizt nicht, wo es kühne Teilnahme an Bekenntnis und Tat gilt.

jugend-002
Nur in der Jugend ist man Weltbürger. Die besten unter den Alten sind nur Erdenbürger.

jugend-001
Die Jugend ist etwas Wundervolles. Es ist eine Schande, daß man sie an Kinder vergeudet.

Seite 0 Zur Kartenübersicht Seite 0
Über eine nette Grußkarte freut sich jeder