Mein bester Freund, mein Leib, der ist mein ärgster Feind er bindt und hält mich auf, wie gut er's immer meint. Ich haß und lieb ihn auch, und wenn es kommt zum Scheiden, so reiß ich mich von ihm mit Freuden und mit Leiden.
Ein gewisser Freund, den ich kannte, pflegte seinen Leib in drei Etagen zu teilen, den Kopf, die Brust und den Unterleib, und er wünschte öfters, daß sich die Hausleute der obersten und untersten Etage besser vertrügen.
Wie es beim Weihrauch schwer nur gelingt, ihn des Dufts zu berauben, ohne sein Wesen zugleich zu vernichten, so lassen vom Leibe ohne Zerstörung des Ganzen sich Geist und Seele nicht scheiden.
Streitsücht'ge Nachbarsherrn sind eist und Körper, die Grenzen wechseln und verwirren ie. Man weiß oft nicht, auf wessen Grund an steht. (Arzt)
Oder wisset Ihr nicht, daß Euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in Euch ist, welchen Ihr habt von Gott?
"Hüte dich vor den Gezeichneten" ist ein Schimpfwort, dem die Gezeichneten von einer gewissen Klasse der Nicht-Gezeichneten in der Welt seit jeher ausgesetzt gewesen sind. Mit größerem Recht könnten also die Gezeichneten sagen: "Hüte dich vor den Nicht-Gezeichneten! "
Doch schmähn ob seiner Ungestalt den Nächsten ist weitab vom Rechten, nicht gemäß dem Schicklichen. (Athena)
Suche dir also deinen Körper gehorsam zu machen! Wenn du ihn so in Trägheit läßt, so wird der Körper dir nicht gehorchen, sondern du wirst ihm gehorchen müssen.
Eine Hand wird zusehends schöner, wenn man sie streichelt.
Diese blasse Hand verriet ihm, was ihr Antlitz ihm verschwiegen hatte. Er sah auf ihr jenen feinen Zug geheimen Schmerzes, der sich so gern schöner Frauenhände bemächtigt, die nachts auf kranken Herzen ruhen.
Der Mensch ist das klügste aller Wesen, weil er Hände hat.
Alle Glieder am Menschen sind Zungen.
Glücklich, wem doch Mutter Natur die rechte Gestalt gab denn sie empfiehlet ihn stets, und nirgends ist er ein Fremdling!
Blut ist ein ganz besondrer Saft. (Mephistopheles)
Eine schöne Hand ziert den ganzen Menschen.
Je weniger eine Hand verrichtet desto zarter ist ihr Gefühl. (Hamlet)
Es gibt nichts, was den zehn Fingern gleichkäme.
Ich werde umso schlechter von den fetten Mannsleiten denken, solange ich noch ein Auge habe, der Mannsbilder Gestalt zu unterscheiden. (Frau Fluth)
Schwarz ist die Büffelkuh, aber ihre Milch ist weiß.
Ein Tor nur schließt aus äußerem Gehaben getrost auf eines Menschen innere Gaben. (Simonides)
Ob ein Mensch gewohnt ist mit rechtlichen Menschen zu leben, ob er ein Gänsehirt ist, seht ihr beim ersten Blick.
Das äußere läßt aufs Innere schließen.
Mens agitat molem. Der Geist bewegt die Materie.
Es ist der Geist, der sich den Körper baut. (Wallenstein)
Der Körper ist der übersetzer der Seele ins Sichtbare.