Die Energie der Liebe, mit der ein Volk seinem Rechte anhängt und es behauptet, bestimmt sich nach dem Einsatz an Mühe und Anstrengung, um den es dasselbe erworben.
Es gibt Taten, die sich keinem Menschenurteil mehr unterwerfen - - nur den Himmel zum Schiedsmann erkennen. (Verrina)
Wer immer auf sein Recht pocht, bekommt wunde Finger.
Wer nach seiner überzeugung handelt, und sei sie noch so mangelhaft, kann nie ganz zugrundegehen, wogegen nichts seelentötender wirkt, als gegen das innere Rechtsgefühl das äußere Recht in Anspruch zu nehmen.
Sind Recht doch und Beweis die beiden Krücken, an denen alles hinkt, was krumm und schief. (Libussa)
Was aber helfen die edelsten Rechte dem, der sie nicht handhaben kann?
Gerechtigkeit ist die Versicherung, die auf unserem Leben und auf dem Vermögen ruht. Gehorsam ist die Prämie, die wir dafür bezahlen.
Unser seitheriges Recht ist weitgehend Theologie und Moral, deren Magd es auch im Mittelalter gewesen ist.
Wo man das Recht hinauswirft, kommt der Schrecken zur Tür herein.
Das Recht ist Inbegriff der Bedingungen, unter denen die Willkür des einen mit der Willkür des anderen nach einem allgemeinen Gesetz der Freiheit in Einklang gebracht werden kann.
Willkür bleibet ewig verhaßt den Göttern und Menschen, wenn sie in Taten sich zeigt, auch nur in Worten sich kundgibt denn so hoch wir auch stehn, so ist der ewigen Götter ewigste Themis allein.
Wir, wir leben. Unser sind die Stunden, und der Lebende hat recht.
Privilegien aller Art sind das Grab der Freiheit und Gerechtigkeit.
Der größte Feind des Rechtes ist das Vorrecht.
Es gibt ein Recht des Weiseren, nicht ein Recht des Stärkeren.
Gut Recht bedarf der Hilfe.
Niemand hat ein Recht auf alle seine Rechte.
Was dem einen recht ist, ist dem andern billig.
Summun jus, summa iniuria. Das höchste Recht ist zugleich das höchste Unrecht.
Acht es nicht für heilig, durch Rechttun schaden! Gleich erlaubt ja wär's, was wir als Dieb' errungen, zu verschenken und aus barmherziger Liebe Raub begehen. (Andromache)
Wer sein Recht nicht wahret, gibt es auf.
Gott ist überall, wo man das Recht verwaltet. (Rösselmann)
Oft sprießt ein frommes Recht empor aus schnödem Raub.
Das gesellschaftliche Recht ist daher ganz und gar kein sittliches Recht, sondern eine bloße Modifikation des tierischen.
Der Bildungsprozeß des Rechts ist keine Sache der bloßen Erkenntnis wie bei der Wahrheit, sondern Sache des Kampfes der Interessen.
Recht ist die Einschränkung der Freiheit eines jeden auf die Bedingung ihrer Zusammenstimmung mit der Freiheit von jedermann, insoferne diese nach einem allgemeinen Gesetz möglich ist.
Das Recht ist nichts anderes als die in der staatlichen Gemeinschaft herrschende Ordnung, und eben dieses Recht ist es auch, das darüber entscheidet, was gerecht ist.