Man ist auch verzweifelt wenig, wenn man weiter nicht ist als ehrlich. (Franziska)
Wenn es heißt, ein Mensch sei unbestechlich, so frage ich mich unwillkürlich, ob man ihm genug geboten hat.
So peinlich gewissenhaft sind wir, wenn es sich um ein Lot oder ein Quentchen handelt, aber wir werden zu Spitzbuben, wenn unser Vorteil sich nach Pfunden wiegen läßt.
Die Derbheit ist nicht immer Redlichkeit. (Julius)
Wir sind nie so aufrichtig gegen uns selbst wie da, wo wir inkonsequent erscheinen.
Wer die Wahrheit verrät, verrät sich selbst. Es ist hier nicht die Rede vom Lügen, sondern vom Handeln gegen überzeugung.
Wer mich entbehren kann, wird Wahrheit für mich haben. (König)
Nur der Mensch, der wahrhaft mit sich selbst ist, vermag es auch gegen andere zu sein.
Ein jeder wackre Mann ist ein Mann von Wort. (Alcippe)
Wer ehrlich hat gelebt und selig ist gestorben, hat einen Himmel hier und einen dort erworben.
Jeder solcher Lumpenhunde wird vom zweiten abgetan sei nur brav zu jeder Stunde, niemand hat dir etwas an.
Man tue nur das Rechte, am Ende duckt, am Ende dient der Schlechte.
Lange zwar ist der Betrug klüger als die Redlichkeit, endlich aber kommt die Zeit, daß er doch nicht klug genug
Die Redlichkeit, die mittelmäßige Geister hindert, ans Ziel zu kommen, ist ein Mittel mehr zum Erfolg der Geschickten.
Merk' auf, o Welt! Aufrichtig sein und redlich bringt Gefahr. (Jago)
Die Absicht, niemals zu täuschen, bringt uns in Gefahr, oft getäuscht zu werden.
Wenn du dich selber machst zum Knecht, bedauert dich niemand, geht's dir schlecht. Machst du dich aber selbst zum Herrn, die Leute sehn es auch nicht gern. Und bleibst du redlich, wie du bist, so sagen sie, daß nichts an dir ist.
Daß der Sinn es redlich meine, haben wir nur ein Gemerke: Wenn nicht Worte bleiben Worte, sondern Worte werden Werke.
Ehrlich sein heißt, wie es in dieser Welt hergeht: Ein Auserwählter unter Zehntausenden sein. (Hamlet)
Man lobt die Redlichkeit und sieht sie nicht hier oben. Man tut gar recht: Sie starb! Gestorbne muß man loben.
Nicht so redlich, wäre redlicher. (Der Prinz)
Der Wohlgemute, der sich stets dazu getrieben fühlt, nach Recht und Gesetz zu handeln, ist heiter und stark und ohne Sorgen bei Tag und Nacht. Wer aber das Recht mißachtet und nicht seine Pflicht tut, dem wird das alles zum Ekel, wenn er sich an irgendeine seiner schlechten Handlungen erinnert er ist in steter Angst und verwünscht sich selber.