Man macht sich den Schmerz leicht, wenn man ihn für leicht hält.
Daß die Schmerzen miteinander abwechseln, macht das Leben erträglich.
Schmerz ist der Durst nach Wonnen. Willst du den Durst verfluchen? Er deutet auf den Bronnen den Bronnen sollst du suchen.
Der Schmerz, der uns zugefügt wird, ist nicht die schwerste Last des Lebens. Viel schwerer legt sich eines Tages auf unsre Schultern der Schmerz, den wir den anderen zugefügt haben.
In starken Menschen werden große Schmerzen und Freuden zu überschauenden Anhöhen des ganzen Lebensweges.
Wie ein Adler aus dem Blauen ist der Schmerz, der seine Klauen jählings scharf ins Fleisch dir schlägt, aber dann mit starkem Flügel über Wipfel dich und Hügel zu des Lebens Gipfeln trägt.
Je vollkommener, desto mehr Schmerzen.
So tiefer Schmerzen heiße Qual verbürgt dem Augenblick unendlichen Gehalt. (Weltgeistlicher)
Wo eine Wunde ist, bleibt eine Narbe.
Wer ganz mit seinem Schmerz allein, der lernt den Schmerz genießen.
Der wahre Schmerz ist schamhaft.
Der Sklave, der Ostern gekauft wurde, meint, es bliebe immer Ostern.
Daß sie die Perle trägt, das macht die Muschel krank. Dem Himmel sag' für Schmerz, der dich veredelt, Dank!
Gram ist stolz. Wer ihn erkannte, beugt sich. (Constanze)
Kommt dir ein Schmerz, so halte still und frage, was er von dir will!
Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.
Der Schmerz ist das Glück der Seligen. Am meisten lebt, wer am meisten leidet.
Wäre kein Schmerz in der Welt, so würde der Tod alles aufreiben. Wenn mich eine Wunde nicht schmerzte, würde ich sie nicht heilen und würde daran sterben.
Die Langeweile wollt' uns töten. Da war der Schmerz uns höchst vonnöten: Er macht die Sinne frisch und klar.
Großen Seelen ziehen die Schmerzen nach wie den Bergen die Gewitter. Aber an ihnen brechen sich auch die Wetter, und sie werden zur Wetterscheide der Ebene unter ihnen.
Wer einmal einen tiefen Schmerz erlitten, ist nicht mehr jung. Bis dahin war er es, und hätte silberweiß sein Haar bereits den tiefgebeugten Scheitel ihm umglänzt
In der kleinen Brust eines Menschen kann sich gar viel Elend verstecken.
Es gibt keinen Menschen ohne Kummer. Gibt es einen solchen, dann ist er kein Mensch.
Freude macht uns Unsterblichen gleich. Das Siegel der Menschheit drückt uns der Schmerz auf die Stirn, wenn er uns beugt und erhebt.