Es ist vielleicht das einzige Stück Freiheit, das man sein ganzes Leben ununterbrochen besitzt: Die Freiheit, das Leben wegzuwerfen.
Alle Menschen machen sich, wie zu allen Zeiten, auch jetzt noch zu Sklaven und Freien denn wer von einem Tag nicht mindestens ein Drittel für sich hat, ist ein Sklave, mag er Minister oder Arbeiter sein.
Die Ohnmacht des Menschen in Mäßigung oder Hemmung der Affekte nenne ich Knechtschaft denn der von seinen Affekten abhängige Mensch ist nicht Herr über sich selbst, sondern dem Schicksal untertan.
Es ist kein großes Unglück, sich Undankbare zu verpflichten, aber ein unerträgliches, einem schlechten Menschen verpflichtet zu sein.
Die große Notwendigkeit erhebt, die kleine erniedrigt den Menschen.
Der Mensch ist nicht geboren, frei zu sein, und für den Edlen ist kein schöner Glück, als einem Fürsten, den er ehrt, zu dienen. (Tasso)
Zugleich bedenk' ich wirklich, daß heilsam feste Nötigung der Abschluß von jedem irdisch wanken, wirren Tun. Du wähltest ewig unter Möglichkeiten, wär' nicht die Wirklichkeit als Grenzstein hingesetzt. (Priester)
Kein Mann der Erde, wahrlich, ist ein freier Mann. (Hekabe)
Jeder Mensch findet sich von den frühesten Momenten seines Lebens an, erst unbewußt, dann halb, endlich ganz bewußt, immerfort bedingt.
Der Mensch ist frei geboren, und überall liegt er in Ketten.
Der Knecht singt gern ein Freiheitslied des Abends in der Schenke.
Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
Mit der Furcht fängt die Sklaverei an, aber auch mit Zutrauen und Sorglosigkeit.
Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe?
Wer von anderen abhängt, soll sich selbst bei ihrem Hund beliebt machen.
Dem Vogel ist ein einfacher Zweig lieber als ein goldener Käfig.
Auf seine Freiheit verzichten, heißt auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.
Einem andern gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann!