Da kommt das Schicksal. Roh und kalt faßt es des Freundes zärtliche Gestalt und wirft ihn unter den Hufschlag seiner Pferde. Das ist das Los des Schönen auf der Erde. (Thekla)
Auch das Schöne muß sterben! Was Menschen und Götter bezwinget, nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.
Neu stets wollen sie sein und werden gesucht und geschmacklos. Einfach Schönes gefällt heut, wie es gestern gefiel.
Schöne Dinge wachsen inmitten der Dornen.
Zürne der Schönheit nicht, daß sie schön ist, daß sie verdienstlos, wie der Lilie Kelch, prangt durch der Venus Geschenk! Laß sie die Glückliche sein! Du schaust sie, du bist der Beglückte.
Das Schöne ist weniger, was man sieht, als das, was man träumt.
Jeder trägt in sich das Urbild der Schönheit, deren Abbild er in der großen Welt such.
Wenn die Seele nicht schön ist, kann sie das Schöne nicht sehen.
Wer an Glücksgütern und Besitz reich ist, aber in seinem Hause das Schöne nicht pflegt, den kann man nicht glücklich nennen.
Wirke Gutes, du nährst der Menschheit göttliche Pflanze! Bilde Schönes, du streust Keime der göttlichen aus!
Halte dich ans Schöne! Vom Schönen lebt das Gute im Menschen.
Unterschieden ist nicht das Schöne vom Guten, das Schöne ist nur das Gute, das sich lieblich verschleiert uns zeigt.
Wahres und Gutes wird sich versöhnen, wenn sich beide vermählen im Schönen.
Was schön klingt, spottet aller Grammatik, was schön ist, aller ästhetik.
Schönheit ist Gesetzmäßigkeit. Schönheit erscheint, solange die Gesetzmäßigkeit empfunden wird. Sie schwindet, wenn unsere Sinne die Gesetzmäßigkeit nicht mehr erkennen.
Vollkommenheit ist schon da, wenn das Notwendige geleistet wird, Schönheit, wenn das Notwendige geleistet, doch verborgen ist.