Weise sein heißt: Sich nicht darüber schämen, daß man nichts weiß sich nicht davor fürchten, daß man nichts weiß, und nicht darauf stolz sein, daß man nichts weiß.
Wer seine Grenzen kennt, ist schon ein halber Weiser.
Mensch, steig' nicht allzu hoch, bild' dir nichts übriges ein! Die schönste Weisheit ist: Nicht gar zu weise sein.
Nach dem Glück wird unserer Weisheit Maß geschätzt. (Amme)
Ein weiser Mann, der sich nicht brauchen läßt, und ein vergrabener Schatz - wozu sind die beiden nütze?
Geben wir dem Weisen einen Staat, der seiner würdig ist, nämlich das Weltall, dann steht er auch in der Zurückgezogenheit nicht außerhalb aller Gemeinschaft.
Der Weise suchet Ruh und fliehet das Getümmel, sein Elend ist die Welt, sein Vaterland der Himmel.
Wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämens, und wer viel lehren muß, der muß viel leiden.
Es kommen Fälle vor im Menschenleben, wo's Weisheit ist, nicht allzuweise sein. (Achilles)
Der Weise, wann er stirbt, begehrt in Himmel nicht: Er ist zuvor darin, eh ihm das Herze bricht.
Der hat die Weisheit erfaßt, der ebenso sorglos stirbt, wie er geboren wurde.
Wer das Tiefste gedacht, liebt das Lebendigste. Hohe Tugend versteht, wer in die Welt geblickt, und es neigen die Weisen oft am Ende dem Schönen sich.
Wie die Heilkunde die Krankheiten des Körpers heilt, so befreit die Weisheitslehre die Seele von den Leidenschaften.
Den Augenblick zu nützen, bei jedem Schritt auf dem Wege an den Abend zu denken, die größtmögliche Zahl glücklicher Stunden zu verleben, das ist Weisheit.
Der Weise ist auf alle Ereignisse vorbereitet.
Weisheit ist die Kraft der Schwachen.
Alle Weisheit ist im Kern ein Vorliebnehmen.
Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang.
Der Weisheit Anfang ist, wenn man sie gerne höret und die Klugheit lieber hat, denn alle Güter.
Wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle habe. Wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat.
Trennt Weisheit nicht von Ehre, bester Graf! (Lord Bardolph)
Ein Mensch bleibt weise, solange er die Weisheit sucht. Sobald er sie gefunden zu haben wähnt, wird er ein Narr.
Die Torheit begleitet uns in allen Perioden des Lebens. Wenn jemand weise scheint, liegt es daran, daß seine Torheiten seinem Alter und Vermögen angemessen sind.
Wer sich der Weisheit rühmet, der prahlt mit einem Licht, das er nicht hat denn Weisheit, die wahre, rühmt sich nicht.
Einen mit Weisheit Gesalbten darf man nie warm werden lassen, sonst trieft er.
Die Jugend ist die Zeit, Weisheit zu lernen. Das Alter ist die Zeit, sie auszuüben.
Die Glücklichen scheinen weise den Menschen.
Wisset erstlich, daß die Weisheit nicht anderes ist denn eine einzige ewige Freud!
Der Zuwachs an Weisheit läßt sich genau nach der Abnahme an Galle bemessen.
Weisheit entspringt nicht so sehr aus dem Verstande als aus dem Herzen.
Die Heilige Schrift sagt zwar, daß der Anfang der Weisheit die Furcht vor Gott war, aber ich glaube, daß es die Furcht vor den Menschen ist.
Ich liebe, die mich, die Weisheit, lieben, und die mich suchen, finden mich.
Es wäre nicht der Mühe wert, siebzig Jahr alt zu werden, wenn alle Weisheit der Welt Torheit wäre vor Gott.